mit Emyche und deßen Freunden. 517
theils wahrscheinliche Begebenheiten und Um-stände.
I. Die Negierungsverandernng giebt der bis-herigen Lage der durch und über Eutychem ent-standnen Kirchenhänbel eine andere Gestalt. Esist gewis, daß die neue Regierung nicht allein diegnädige Gesinnung gegen den alten Abt nicht hat,die vorhero ihm so nüzlich gewesen, sondern viel-mehr ihm sehr abgeneigt gewesen: es ist aber sehrwahrscheinlich , daß die auf den Thron erhobenePulcheria wol hier die vornehmste Person ge-wesen. Man lernet aus dem zwischen ihr unddem Bischof Leo geführten Briefwechsel, daß siediesem sehr ergeben gewesen und daher sehr ge-neigt, seine Wünsche zu erfüllen? Eben so leichtwird aus dem allerdings strafbaren Betragen dösB. Dioskun von Alez-andriew, da er daselbstdie Bekantmachung der Thronsveränderung zuverhindern gesucht, wahrscheinlich, daß dieseParthei zum voraus diejenige Veränderung vor-hergesehen und befürchtet, welche wirklich er-folget.
Anm. Wa^ von der pulcberra bemerket worden, folgetaus dem vorherausgezcichncttii von ihr an den B< Leound vom L- Leo an sie geschriebenen Briefen, und hieraus §, xux. VII. Was wir von Dioskuri Verwegenheitwissen ist F. i.. in. schon bemerket.
u. Wir werden aber nicht irren, wenn wiruns die Gesinnungen des Hofes fo vorstellen, daßer theils die durch die ephesinische Klrchenrer-samlung erwekteUnruhen zu stillen und den File-den wiederherzustellen gesucht, theils daß in An-sehung