Band 
Sechster Theil.
Seite
332
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Z'ZV, Geschichte der'Gtreitlgkei^eir

und gehöret eigentlich, hieher. Ueberhaupr ist er inoder s^iauLs abgetheilet, da denn jede sÄioihren eigenen Gegenstand hat, der auf der Kirchcnver-samlung behandele worden- Nun ist kein Zweifel, daßauf der Versamlung'selbst solche Prorocolle gehalten,und denselben die einMÜßteir Protscolle älterer Versam- ^lungen, und andere Urkunden, einverleibet werben, sowenig als daß man sehr frühzeitig, diese Akten gesamlet.Allein dieses Gamlsn scheinet durchaus keine öftnkticheAnstalt gewesen zu seyn- Die Kirchenversamlung scheu, pet (denn gewis ist es nicht) dem B. Leo die A'kteitselbst gcschikt zu haben, nach dem Schlus der cxiüolsesynoclicae in deßen ogeridus tom. I. p. royy. dcmunge-achtet schreibet Leo unter dem 21. Merz 45z. an den D- ^Inlianum nach Constankinopcl dieses: Oeüorum sxn-

vllsliuin, gusc cheörrr concilli in Loslcecionenli

civitste conseöks simt, paruni clsrs proxter ch-

verzirtatem ri^uci nos k-,hetur inttruülo. Lc lcleo ftster-nilsti tuse sticcmllkce iniunAo , ut in rt»MN cochcem undvcrl-i tscisz conAregari, in lstinurn stilicet serwoneiusblolutilliiiis inteijiretstione trsnsiats etc. Daraus ler-nen wir freilich, daß Inlian eine Samlung dieser Mtcnveranstalten sollen, nicht aber daß er wirklich eine ver-anstaltet habe, noch vielweniger daß man dcßen Fleißallein die Samlung und lateinische Ueberstzung der Lirenzu danken habe. Man stehet unleugbar, daß solche jSamlungen häufig in den Hände» gewesen, daß Live- 'racirs, Lacundus und Evagrius, ferner Phorius siegehabt, daß auf der fünften algemcinenKirchenversam-lung zu Constantinopcl eine gebraucht worden und sichdie römischen Pähste mehrmals darauf bezögen, wovon' untti, die Beweist ohnehin folgen müßen. Allein aus >eben den Aeugnißen erhellet zugleich, daß damals dieseSamlungen nicht so ausgesehen, wie wir sie iezt haben,und dieses wird noch mehr durch die wirkliche Verschie-denheit der vorhandenen Handschriften und zwar dergriechischen und lateinischen, bestätiget- Die wich- ,tigfke und vor uns eigentlich hier erheblichste Verschie-denheit lieget nicht so wol in den Abweichungen der Les-arten, welchen die Kritik abhilft, auch nicht so wol in derOrdnung der Handlungen, weil die angegebene Zeit-Mrkmale hierinnen Licht geben können, als vielmehr in

der