mit Eutxche und dessen Freunden. 4Z9
Leo nach seiner Gewohnheit von feinem apostolischen<vkuhl sehr prächtig spricht, so ist es doch ganz falsch,daß er leugnen solle, das Concilium habe eigentlichTheodoremin freigesprochen.
Anm. z. Damit verbinden wir nun die Nebenftage, wiesich das ganze Betragen des Concil» in der Sache desTheodoren gegen das vorhergegangene Urtheil des B.Leo verhalte? Diese Frage sezet denn das voraus, wasschon §. XXXIII. II. vorgekommen. Es ist mehr, alszu sichtbar, daß die Kirchenversamlung zu Ehalceöonwol unterrichtet gewesen, Leo halte Theodoren»» nichtallein vor unschuldig, sondern auch vor keinen Kczcr,und unterhalte daher mit ihm die kirchliche Gemeinschaft,deswegen aber mehr geglaubet, daß sie diesem Ittbeil sichselbst unterwerfen müße. Es ist sichtbar, daß erstThco-doreti Bekäntiiis, er verdamme Nestorium, und zwarvor der ganzen Bersanilrmg , diese bewogen, ihn vor or-thodox und einen rechtmäßigen Bischof zu erkennen. Esist daher auch unmöglich, zu behaupten, daß Leo alsRichter einen ^gemeingültigen Richterfprnch gethan, unddie Untersuchung des Concil», nicht als gefezmäßigeEntscheidung der Sache, sondern nur als Belehrung de-rer, die an der Richtigkeit Hes Facti gezweifelt, anzuse-hen. Niemand hat dieses beßer erwiesen, als Gue.-rnellin der angeführten cM.X. in l.eor>. §.6 igg. p. 124;.^.wogegen die Einwürfe der Baüerim in der oblcrva^ zudieser cE §. 9. 10. x. 1261. lgg. unerheblich find. WasCacciari exerc. p 47 z. zur Unterstüzung der unrichtigenVorstellung, daß nicht die Kirchenversamlung zu Lhak-«cedon, sondern B. Leo der Richter in dieser Sache ge-wesen ,. vorbringet, ist noch untauglicher- Hingegen ha-ben richtiger geurcheilet Pag» tom. VIII. p. »26. Dupmätz g,»igu. sccl. cklciplin. p. 227. und andere. Ganzrichtig wird daraus gefolgert, daß auch die kaiserlicheWiederherstellung des Theodoren eben so wenig vor gül-tig geachtet worden. Man mus aber, wie Luesnell ganzkurz bemerket, hier zwey Fragen unterscheiden: die eine,vb die Abschlug des Theodoren aus der Kirchenversam-lung zu Ephesus rechtmäßig gewesen? Dieses wurde zuChalcedon nicht behauptet, und da man einig war, dieCchlüße jener Synode vor unstatthaft zu hirltcn, so kon-Ee4 te