Band 
Sechster Theil.
Seite
556
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zs<5 Geschichte der Streitigkeiten

so wenig that es Theodoreti Gegner, obgleichjener den traducianischen Lehrbegrif vortrug.Es ist daher nukMuthmasung des B. Leo, daßEutyches die Lehre von der Praexistenz derSele G)risti vom Origene angenommen.Hieraus laßt sich einsehen, daß die noch ausge-dehntere Beschuldigung, Eutyches lehre dasVorherdaseyn der ganzen Menschennatur, un-erwetslich.

2tnm. Vom Tbeovoreto- s. §. l.XXXVIII. lV. und vonB- §. I.XXXIH. IN. 4. und 6. Vergleiche Bas«nagen.«; ciiü'. §. IV. x. öz. tgg. nach der vogrische»Ausgabe.

IX. Ob nun wol Eutyches zugab, daßChristus ein wahrer und vollkommener Mensch,der einen Menschenkörper und eine Menschense-te habe, so weigerte er sich doch zuzugeben, daßer nach der Menschennatur mit uns gleichesWesens sey.

2lnm. Dieser Widerspruch des Entychrs gegen den Lehr-saz, daß Christus nach dem Fleisch mit uns Menschen,auch mit seiner Mutter gleiches XVesens sey,

ist klar, und daß er ihn als eine Neuerung angesehen, 'die weder im nicänischen Glaubensbekantnis, noch inden Schriften allerer Kirchenlehrer zu finden; dabeydoch diesen Widerspruch nicht halsstarrig zu vertheilst'gen gesucht, von welchem allem §- l.XXXHI. X-§. I.XXXVII. und A. und §. I-XXXIX. I. die Beweistgeliefert worden. Allein aus was vor Ursachen er diesesgethan, ist eine schtpehre Frage, über welche ich auchbey den neuern Schriftstellern keine Untersuchung an-treffe. Mir scheinen diese Saze unleugbar zu seyn kerfllrck, daß die Bestreitung des Gebrauchs des Wortsvon Christi Menschennatur nicht zur Absicht^gehabt, das Entstehen derselben aus seiner Mutter,zweyten« die Wahrheit derselben, in so fern dazu ein

wahrer