-558 Geschichte der Streitigkeiten
Attw. Das erstere braucht keines Beweises, da alles fol-gende Beweises gnug ist- Theodoren Briefe und ih-re Auszüge sind wegen des keztern zu merken; doch da-von nachher» ein mehreres.
XI. Sie bekannten daher auch eine Ver-einigung, die an sich von ihnen größtentheilsso erkläret wurde, daß sie die unrichtigen Ver-einigungsarten einer Verwaüdelung und ei- ^ner Vermischung verikeineten, die wahre aberNicht bestimten, sondern als ein, nur Gott be-kanntes Geheimnis ansahen.
2 lnm. Außer L 7 um. VI. schon bemerkten Saz gehörenhieher die Bekantniße des Eutychia §. UXXXII. !.A. 2. u. tt. A. 2. der Gegner des Theodoren §.DXXXVlkl. I!. des Dioskuri u. a. Dieses ist auchdesto weniger zu verwundern, da es dein LehrbegrifdesLyrillr geiuas war. G. den fünften Theil x. 804.
XII. Demungeachket hatte diese Beschei-denheit ihre Schranken. Sie folgerten aus ih-rem Begrif von dieser Vereinigung einige Be-stimmungen, welche eben den vornehmsten Steiktdes Anstoßes gaben. Einmal, leugneten sie,daß Christus nach der Vereinigung zweyNaturen habe, gaben aber zu, daß vor derVereinigung zwey Naturen gewesen.
Anm. Iezt kommen wir zu dem schwehresten und aller-dings verworrensten Theil unserer Untersuchung. Wirwollen uns dabey die Regel vorschreiben, daß wir diebeyden Fragen: was haben diese Leute gesaget? Undwie haben sie es verstanden? von einander unterschei-den, und daher zur Beantwortung der ersten alle unsbekannten Säze fleißig samlen. Uns dünket, der Ord-nung ihrer eignen DenkungSart sey es gemäs, von die'fem Lehrsaz den Anfang zu machen. Daß sie so gere«bet, ja dieses vor und nach zn einem rechten Unter-scheidungsmerkmal im Widerspruch gegen ihre Gegner !
gemachst