564 Geschichte der Streitigkeiten
sich von Errtychis Lehre von der Beschaffenheit derMenschennatur machte, «rweget, so hat sie allerdingseinen Schein der Wahrheit.
II. Dadurch, daß Eutyches zwischen vorund nach der Vereinigung, einen Unterschiedmacht, nimmt er entweder eine Zwischenzeitzwischen dem Entstehen der Menschennatur undihrer Vereinigung mit der göttlichen an, da-durch nähert er sich aber dem Irtum, welchenNeftorius vorgetragen haben sol.
Anm. S. §. I.XXXV. III. i. §. nxxvi. t. z. §-LXXXVHI. V. §. I.XXXIX. I. Diese Folgeiung warlogisch richtig, obgleich Eutyches sie wahrscheinlichnicht eingesehen. Nestorius hatte auch nicht stgelehret.
III. Oder er mus, wie Origenes, diePräexistenz der Menschensele Christi behaupten.
Anm. Dieses ist nur Muthmasung des B. Leo,
§. l.xxxm. m. 4.6.
IV. Sol die Lehre des Eutychis waheseyn, daß Christus nach der Menschennatuknicht mit uns gleiches Wesens sey, so würdegeleugnet werden müßen, daß er einen wahrenLeib an sich genommen;
Anm. S. §. I.XXXV. vil. I. und §. I.XXXIX. l. Die-ses hat nun freilich Euryckes nicht zugegeben.
V. Dadurch aber würde der alte Jrtunlder Doketen erneuert und behauptet werden,daß Christus nur einen Scheinkörper gehabtund mithin auch seine körperlichen Handlungennicht wahrhaftig solche gewesen.
Anm. Der Vorwurf, daß Emyrbes und seine Freunde
Doketen sind, ist ihnen oft gemacht worden, §.t-XXXV.nr. 2. 4. 6 . VIl. 2., z. §. l-XXXVIIl. II. §.I.XXXXHk.
iv, und enthielte zugleich den Grund der eben so häu-figen,