mit Eutpche und deßen Freunden. Lz?
Macht einem theologischen Charakter wenig Eh-re. Es war allerdings schon ein Fehler, deraber noch Verzeihung verdienet, daß er denweitlanftigen dogmatischen und polemischenBrief an Flavianum schrieb. So richtigauch der Inhalt fiyn mag und so scharfsinnig erauch die verschiedene Theile der Lehre von derPerson Christi und ihren Zusammenhang ent-wikelte, so finden wir doch nicht, daß jemandvon ihm eine solche Lehrvorschrift verlanget-oder daß die Morgenländer, besonders Flavia-Mis, eines solchen Unterrichtes benöthiget ge-Wesen. Die ganze Historie zeiget unwider-sprechlich, daß des Leo einzige esorge dahingegangen, diesem Brief ein äußerliches und,wie wir reden, symbolisches Ansehen zu verschaf-fen. Hier war der Stolz, ein Lehrer der Kir-che zu seyn und ihr, beydes Lehrsaz und Aus-drnk vorzuschreiben, erfinderisch und wirksam-alles in Bewegung zu sezen. Weil die Syno-de zu Ephesus den Brief nicht gehöret, weilDioskurus diesen nicht ablesen laßen, so mustealles angewandt werden, diese Synode zu zer-nichten. Die Annahme dieses Briefes wurdedas untrügliche Merkmal der Orthodoxie, dieabendländischen Kirchen, die an diesen Handelndes Orients keinen Antheil nahmen, ja wahr-scheinlich nicht einmal davon unterrichtet wa-ten, musten ihn unterschreiben, und im Orientwurde alles angewandt, Unterschriften zu er-handeln, um der Mehrheit der Stimme auf demneuen Concilio vor die Ehre dieses Briefes vor->
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