mit Eutpche und deßen Freunden. 6zs
stellt haben, noch so groß, und noch so frucht-bar an unangenehmen Folgen seyn; so bleibetes doch ewig wahr, daß ihre Kraft nimmer-mehr hingereichet hatte, solche Wirkungen her-vor zu bringen. Da wir hier von Fehlern re-den, die bey diesen Handeln eingetreten, so las-set uns die grösten und schlimmsten nicht verges-sen. Der despotische Hof zu Constantinopel,der in Religionssachen wie in bürgerlichen An-gelegenheiten Geseze gab, und Strafen vollzog,die noch dazu schwache Regierung des jünger«Theodosii, der nicht viel beßere Zustand unterden neuen Regenten, und der schädliche Grund-saz, Religionsstreitigkeiten durch Kirchenver-samlungen zu entscheiden, das waren die wah-ren Quellen und die wahren Fehler, derer sichdenn der Stolz, die Herrschsucht und die Eifer-sucht der grosen Oberhäupter der gottesdienst-lichen Lehrer, sie mögen nun Dioskurus, oderLeo heißen, so meisterlich zu bedienen wüsten,ihre Parthei zu erheben, ihre Gegner zu stür-zen: und da es einer herrschenden Parthei niean Misvergnügten fehlen kann, eben dadurchden Grund zu neuen Abwechselungen des GlükSZu legen. Und so viel von diesen Handeln, de-ren nun zu erzehlende Folgen, die bisherigenBetrachtungen nach ihrem Zwek und nach ih-rer Beschaffenheit empfehlen werden.
Anm. Wir sMen nun auch diesen Abschnitt mit einerAnzeige neuerer Schriftsteller beschließen. Die bestenund wichtigsten Abhandlungen sind von uns genuzetund häufig angeführet worden, die denn freilich inLröfern Werter» zu suchen. Man muö sich wundern,
daß