658 Geschichte
seyn musten. Diese Abneigung, oder beßek,dieser Haß wurde nun vergrößert, da man den lDogmatischen Theil der Schlüße derselben alseine feierliche Verwerfung des Lehrbegnss desCyrilli und Genehmigung der neftorian ischestJrtümer ansähe, und es ist nicht unwahrschein-lich, daß die dreyzehen Bischöfe, die nur bisnach geschehener Wahl zu Constankmopelverbleiben sollen, das meiste dazu beigetragen.Es kam wirklich zu einem so grasen Aufstandin der Stadt, das K. Marcumus, da gütli-che Mittel fruchtlos abliefen, Gewalt brauchenmuste, und durch diese die öffentliche Ruhe inder Stadt wiederherstellete.
IV. Damit war aber die Ruhe in der Kir-che nicht gestiftet. Zu Alexandrien tremmensich zwey Männer, die in der Folge so großRollen in dieser Tragödie gespickt, von derkirchlichen Gemeinschaft mit Proterio. Dereine war Aeltester, Timotheus, der denBei-uahmen Aelurus erhalten, der andere ein Di-akonus, Peter Mongus, beyde von Diofkrttro zu diesen Kirchenämtem verordnet. Eskau wohl kein Zweifel seyn, daß sie nicht alleinin der Stadt einen sehr grostn Anhang gehabt/sondern auch diesen unter vielen ägyptischen Bi-schöfen, Geistlichen und München, gefunden/I. und daß damals eine förmliche Kirchenspaltung454.' ausgebrochen. Der K. Marctanus suchtezwar durch theologische Briefe, und durch ab-geschikte Ministers, das Volk zu belehren, dieKirchenversamlung zu Chalcedon sey orthodox:
Prore-