798 Geschichte
§. XXXU.
Bis bisher haben wir des Peter des Gär-bers nicht gedacht. Bei den, wegen diesesMannes entstandenen Unruhen haben wir zwei-erlei Umstände zu unterscheiden. Der erste istsein Lehrsaz, daß einer von der heiligen Dreiei-nigkeit gekreuziget worden, rmd den Zusaz, dener durch diese Worte dem Dreimalheilig bei-fügte. Daß nun die darüber entstandeneStreitfrage, ob dieser Lehrsaz richtig sey, in ei-ner Verbindung mir den monophysitischen Han-deln gestanden, hat seine völlige Richtigkeit; ichkann aber aus der Historie nicht beweisen, daßin unserer Periode diese Verbindung schon dagewesen, nicht einmal dieses, daß die Freundeder Synode dem Peter deswegen widerspro-chen, weil der Lehrsaz eutychianisch sey, und da-her kenne ich noch keine theologische Streitig-keit über diese Frage, die hier erörtert werdenmüßte. Und da in den folgenden Zeiten, zu-mal zu Constantinopel, viel heftigere undeigentlich zur theologischen Polemik gehörigeStreitigkeiten über diesen Lehrsaz und den Zu-saz des Trisagii wirklich geführet worden, soglaube einen guten Grund zu haben, die Unter-suchung voy der Beschaffenheit dieses Streitsin die folgende Periode hrnauszusezen, zumalda auch in dieser die Widersprüche gegen B.Petem »richt allein fortgedauert, sondern auchrecht eigentlich theologisch erhoben worden.Der zweite ist nun seine Wahl zum Bischofvon Antiochien, und die sich daraus beziehende