der nronophpsieischeii Streitigkeiten« 8rs
der der römischen Kirche ebenfals, und das aus wah«rer Partheilichkeit. Die Zeiten andern sich. DreysigJahre vorhero würde er gewis der gröste Stein desAnstoßes gewesen seyn. Blos die Einigkeit beiderPartheien im Haß gegen P7efforium konte die Ursachseyn, daß darüber nichts erinnert wurde.
XII. So sahen nach unsern Einsichten dieBedingungen des Friedens aus. Sie warenim Grund Verabredungen zwischen Akacio undMongo. Daß sie der lezkere angenommen,ist kein Wunder, es wird auch kein Mensch sichdarüber verwundern, wenn er nur nicht voraus-sezet, daßMongus und seine Anhänger dieje-nigen Jrtümer behauptet, welche wir eutychia-Msch nennen, eine Vorausfezung, welche schlecht-hin gegen die Historie ist. Er opferte in seinerTheologie nichts auf; als die Formel eine Na-tur, und das nicht einmal in dem Verstand,daß sie wäre verworfen worden, sondern in demVerstand, daß, sie nicht als symbolisch andernaufzudringen, stillschweigend verboten wurde.Ueber AkaeiUM hat man mehr Ursach, sich zuverwundern, nicht aus der Ursach, daß ervon seinem Lehrbegrif abgegangen; denn das istnicht geschehen; vielmehr wurde sein ganzerLehrbegrif beibehalten; alles, was er hier nach-gab, war, daß die Formel : aus zwey Natu-ren, nicht mehr ein nothwendiges Merkmal derkirchlichen Orthodoxie seyn solte; sondern ausder Ursach, daß es scheinet, er habe sich in dieGefahr gesezet, daß durch die Aufhebung desAnsehens der Synode zu Chalcedon, auch diedaselbst zum Besten seines Stuhls gemachteFff 2 Schlüs-