Band 
Sechster Theil.
Seite
832
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8zr Geschichte

Enthronungen sich erhoben hatten, beherrschtendas noch allezeit große römische Reich ohneLiebe des Volks, ohne hinreichende Macht, sichzu erhalten und ihre Lander zu schnzen. Woeine solche Staatsverfaßung ist, da kann unterdem ehrwürdigen Nahmen der Religion undOrthodoxie bald falscher Eifer, bald falscheStaatskunst, bald List und Intrigue, bald Ge-walt und Zwang, alle die fürchterlichen Wir-kungen hervorbringen, die wir bishero als dienächsten Folgen der Kirchenversamlung zuChalcedon wißen. Es ist daher zwar billig,die von Seiten der Lehrer begangene Fehltritte,ihre Leidenschaft und gewis unlauteres Betra-gen aufzudeken und zu tadeln, aber auch ebenso gewis billig, ehrlich anzumerken, daß allesdieses nie eine hinreichende Ursach solcher grosen^ Veränderungen und Uebel enthalten können,wenn nicht von Seiten der bürgerlichen Obrig-keit eben so grose Fehler eingetreten waren, diejene begünstiget und wirksam gemacht hatten.

Der