Band 
Sechster Theil.
Seite
860
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86s Geschichte

gen, ohne in Verbindung mit dem römischen Bischof zustehen; sondern überschikte dem P. Felix zu Rom einSynodalschreiben. Er lebte aber eine kurze Zeit undstarb, ehe er dcßen Schreiben erhalten." g.Theophanesp. >14.Da Akacius gestorben, hat Phraoicas das Amtdrey Monat verwaltet. Er meldete dem B. Felix, daßer mit ihm, und nicht mit Peter Mongo, die Kirchen-gemeinschast unterhalten werde. Im Gegentheil schrieber an Mongnm, daß er mit ihm in kirchlicher Verbin-dung siehe und vom Felix ganz abgeneigt sey. Felix er-hielte von einigen Orthodoxen die Nachricht, daß Lla-vira zuerst an Mongnm geschrieben, und nahm daherdie an ihn mit den Synodalbriefen abgelaßeneGesunde»,unfreundlich auf." Lequien leget zwar diese Erzehlungdem Theodor Lector bey; Theophanes saget aber esnicht. Unten wird sich zeigen, daß diese Nachricht nichtganz gegründet sey. Aus diesen Berichten kan nur so vielgefolgert werden, daß Fravica allerdings das -Henotiksnangenommen; ob er aber wirklich ein solcher Heuchlergewesen, wie ihn Theophane» macht, das läßet sich nichtbeurtheilen; es ist aber doch immer sehr unwahrschein-lich , da die ältern Schriftsteller davon schweigen. Daßer an beyde Patriarchen von Rom und Alexanderen ge-schrieben, das kan ihn nimmermehr an sich zum Betrü-ger machen, weil es auch als ein Versuch angesehen wer-den können, den Frieden herzustellen.

2lnm. 4 Victor, Liberatus und Theophgnes laßen denFlanitg nach drey; Evagrius aber nach vier Monatenstechen. Ueber das Jahr sind die neuern uneimg, indemeinige 48y- andere 492. angeben Aller Streit beruhetauf das unken zu bemerkende Schreiben des P. Felix anThal welches aber so dunkel ist, daß wir sichererdem Victor folgen, der ziemlich gnan in der Chronolo-gie ist. S. Tillemont j>. 76^-

m. Euphemius folgte dem Fravita. Ober gleich em Alexandriner war, so vertheidigteer doch die Ehre der Synode von Chalcedon.Er nahm allerdings das Henotikon an;' brachaber die Kirchengemeinschaft mir Peter Mon--

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