der monophysitlschen Stteitigkeiten. 99z
eine Mündliche Unterredung zu bessern. DerAufzug des Patriarchen Muste nothwendigden Kaiser bewegen, gelinde mit ihm zu reden:Macedsmus aber schiene sich auch zu beque-men, indem er ein Glaubensbekäntmß aus-stellete, welches allemal mit dem Willen desKaisers übereinstimmte. Man tonte es vornichts anders ansehen, als vor eine neue Ge-nehmigung des Henotikons.
XVI. Wenn nun Mäcehotiilts dabey ge-blieben wäre, so würbe vielleichet die Nuhehergestellet gewesen seyn. Allein da er sahe,daß die fanatischen Münche, vor welche derMann doch eine übertriebene Achtung , oderFurcht gehabt haben mus, nunmehr ihn als ei-nen Kezer weideten, fo war er so niedrig, sich itteinem solchen Kloster zu rechtfertigen und öf-fentlich zu erklären, daher nicht allein dieSytt-vde von Chalcedonannehme, (dieses hatteihm noch Niemand verwehret) sondern auchalle die vor Kezer halte, welche sie verwürfen.
XVU. Dieses muste denn den Kaiser be-wegen, an seiner Äbftzung zu arbeiten. Diealten klagen sehr über ungerechte und falscheBeschuldigungen. Wenn man das zugiebt,wie sehr wahrscheinlich ist, daß falsche Zeugenihn der Knabenschänderei beschuldiget, so istes eine sehr schändliche Handlung, allein daß,der Kaiser dieses angestellet, das sagen dochdie Alten nicht, und Macedonü geführter Ge-genbeweis dürfte doch nicht ganz unbeantwort-lich seyn. Von ganz anderer Art war dieBe-Rrr 2 ^ schuldi-