Vorrede.
rechne nun gegenwärtigen Tractat zur ersten oder letzten Sorte, so wird der Le-ser was Gutes drinnen finden / und das Schlechte zurück lassen; das weiß ichgewiß/ daß meine Absicht gut ist/ indem ich diejenige Stücke/ so andere nichtdeutlich genug entworffen, zu erläutern vermeyne / auch findet man bey einemdieses allein/bey dem andern wieder was anders allein erkläret/ so zur völligenPrattique gehöret / und dieses habe hier zusammen nehmen wollen; Wie sichdenn im ersten Theile/anfänglich im Procemio, die jwGeometria pra&ica be-nöthigte Instrumenta, hierauf die Namen/ Beschaffenheit/ Construction de-rer zur Praxi unentbehrlichen einzelen Pinien / Winckel/ Flächen/Lörpet/Aus-rechnung und Verwandelung beyder letzterer in allerhand andere Flächen undKörper/nebst unterschiedenen Vortheilen und Hand-Griffen zeigen werden. Imandern Theile wird man lernen etliche Instrumenta Geometrica gebrauchen/und alle in Praxi vorkommende Casus solviren. Solle auch ein - oder der andereCasus nicht specificiret seyn / wird man schon Parallei-Casns finden/ und durchein gutes Nachdencken solche zu applieiren wissen. Man muß aber diesen Tra-ctat, wenn man sich ihn recht zu Nutzen machen will / nach der Ordung durch-gehen/ und nicht bald hier/ bald dort was vornehmen/ weil die Lehr-Sätze/ sobey denen vorhergehenden Aufgaben vorkommen/bey denen folgenden nicht wie-derholet/sondern daselbst als schon bekandte Stücke prXsupponiret werden. Parexemple: §. 447. ist gewiesen / wie ein Garten soll ausgemeffen werden/ manfindet aber nicht dabey/wie die Mensul in denen Stationen zu stellen ist/ sonderndieses ist §. §. 428.436. gewiesen/und in diesen H.§. siehet man auch nicht/ wiejede Pinie mit der Kette müsse gemessen werden/ sondern dieses ist schon §. 358-gezeigt/ wobey denn/wenn ja das vorhergehende denn vergessen/ das Registerzu dessen Wiederfindung gute Dienste thut; Es weiset aber das Register nichtauf Paginas, sondern auf §. §. welche von Anfange des Buchs bis zum Ende inuna serig fortgehen/ und bey keinem neuen Parte oder Capite absetzen/ und die-ses darum/ daß man die Sachen eher finden könne. Denn wären Paginae an-gezeiget / müßte man bisweilen eines Worts wegen eine gantze Seite durchsu-chen/ da der §. gleich den speciellen Ort anzeiget. Oder hätte bey jedem Parteoder Capite ein neuer §. anfangen sollen/ hätten im Indice immer zweyerley o-der dreyerley Zahlen müssen gesetzt werden/ welches aber mit der contmua fettederer §. §. vermieden worden. Damit man auch bald finden könne/ zu welchemText jede Tabelle, und zu welcher Tabelle jederText gehört/ so stehet dieZahlderTabulX oben in derselben Mitte/damit sie gleich in die Augen falle/wie auchoben in der Ecke des Textus, und die Figur darunter. Wo eine neue Tabulaoder Figur vorkommt/ ist solche am Rande gesetzt / welche nachhero immer imTexte verstanden wird. Wenn aber ausser der Ordnung eine Tabula oder Fi-gur vonnöthen ist / wird solche im Texte in specie allegiret. Das Instrument,so mir bey der Operation am besten gefallen/ und bey wessen Gebrauch mich ammeisten aufgehalten/ ist die Mensul, weil sie bey allen/ und vornemlich bey de-nen grossen Rissen/ auf welchen vieles zu nottren/ gar commode ist/ auch garrichtige Arbeit gibt/ voraus wenn man das/ was §. 444. erinnert worden/ inacht nimmt. Ja wenn man die Mensul in jeder Station mit Hülffe derPoustolestellet, ist man des verdrießlichen Zurücksehens gar überhoben / und kan desto
)( 2 fügli-