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Praxis geometriae : worinnen nicht nur alle bey dem Feld-Messen vorkommende Fälle, mit Stäben, dem Astrolabio, der Boussole und der Mensul, in Ausmessung eintzeler Linien, Flächen und ganzer Revier, welche wenn deren etliche angränzende zusammen genommen, eine Land-Karte ausmachen, auf ebenen Boden und Gebürgen, wie auch die Abnehmung derer Höhen und Wasser-Fälle, nebst beygefügten practischen Hand-Griffen, deutlich erörtert, sondern auch eine gute Ausarbeitung der kleinesten Risse bis zum grösten, mit ihren Neben-Zierathen, treulich communiciret werden / von Joh. Friedr. Penther
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Pars I. Cap. III. Se&. II.

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§289.

Die siebende Aufgabe.

Ein ksrsllelepipeöum aus Papier zu formiren. Fig. 29.

macht ein Parallelogrammum a b c d, setzt darein vier andere Pandlelogramma, de-rcn das erste und das dritte, ingleichen das zweyte und vierdre gleich breit sind, fer-ner hänget man oben und unten noch zwey Parallelogramma an, welche so lang, als f 8 ,und so breit, als b f sind, so ist das gantze Werck fertig, bis auf die Ausschneidung, und Zu-sammcnlcimung, so, wie schon §.282.28;. gewiesen, verrichtet werden.

Die achte Aufgabe.

Eine Fyramiäe aus Papier zu formiren. Fig.50.51.

:An macht aus dem Centra a, in beliebiger Weite, den Bogen I, L. und seht auf die-^ sen Bogen so viel Theile, als die Pyramide Seiten haben soll, als bey Fig. 30. drey,und Fie. ? l. sechs Theile, well jenes eine drey, und dieses eine sechs-erkichte Pyramide wer-den soll, drauf ziehet man diese Theile mit demGentro a zusammen, und hänget unten beyFig. ?o. ein Triangulum a:quilarerum , und bey Fig.; l. ein reguläres Sechs-Eck ÜN,wie die Figuren zeigen, schneidet sie aus, und leimet sie zusammen.

Die neundte Aufgabe.

Eine Fyramidem truncatam aus Papier ZU formiren. Fig. 5 2.

S® ?ln verfähret anfänglich eben so, wie im vorhergehenden §. gewiesen worden, an stattaber, daß dieSeiren-LinienFig. ;i.bis an dasGemmm a gezogen worden, werdensie hier bis an den Bogen K c gezogen, allwo eine so viel-eckichtc Figur angehänget wirdals unren ist, deren Zeiten sich nach den Breiten b d, d e richten müssen.

Die zehende Aufgabe.

Einen Conum aus Papier zu formiren. Fig. 55. «

An ziehet aus dem Genico a, in beliebiger Weite, den Circul b c, setzet auf selben 22.gleiche Theile, und ziehet da e zusammen, hanget drauf einen Circul unten an an denBogen, dessen Diameter so lang ist als 7-Theile von denen aufgetragenen 22.Tbeilen, so istdie Figur fertig. DerZusammenlciMung wegen laßt man um den Circul Stückgcn Pa-pier stehen, wie die Figur zeiget.

Die eilffte Aufgabe.

Einen Conum truncatum aus Papier zu formiren. Fig. 34.

>An verfähret anfänglich eben so, wie m vorhergehenden $. gewiesen, ausser, daß man; aus dem demro a ein Stück durch den Bogen b c abschneidet, und einen Circul obenbeyfügt, dessen Grösse so gefunden wird: Man theilet den Bogen b c. in 22. theile, undNimmt 7. Theile derselben, so geben sie den Oiamerrum zu gedachten obern Circul. Oderman ziehet von beyden Selten des untersten Lirculs 2. Linien d a und e a, nach dem Centro.zu,welcher Circul nun unter den Bogen bc, zwischen den Linien da unb e a paffet, als hierder Circul f. dieser hat dieGrösse des verlangten Circuls, der oben angefüget, und mir kbezeichnet ist.

Die zwölffte Aufgabe.

Einen Cylinder aus Papier zu formiren. Fig. 5;.

i?ln macht ein Parallelogrammum a b c d, theilt das Latus ab IN 22. theile, und setzt► an dieses Latus, wie auch an das Latus^ac. zwey Circul, deren Diameters 7. Theilevon vorgemeldten 22. Theilen haben, so ist die Higur fertig, worauf die Ausschneidung undZusammenleimung, wie §.291. gewiesen, vorgenommen wird.

Die Spha:ra ober Globus läßt sich am besten aufderDrehe-Banck aus harten Ma-terien , nicht aber aus Papier formiren, an deren starr habe par curiolite Fig. i. lab. XIII.ein Schema gemacht, wie der von derNatur gebildeteCörper, so'Fab.Xll.Fie.ro. zu se-hen, aus Papier formiret werden könnte. Ausser dem liessen sich noch viele Sachen zei-gen, die aus Papier gemacht werden könnten, mästen man, Modelle von gantzen Städten,bestehend aus Häusern, Thurnen,Fortiücanons-Wercken,.'c. auf solche Art zusammen se-tzen kan , denn wenn auf ein I'arallelepipedum Fig. 2. a ein dreyeckicht Prisma B gelcqetwird, so hat solches die Gestalt eines Hauses, auch kan man diesen gantzen Cörper, nem-lich AB, zusammen genommen, auö einem Stucke machen; stellet man davor ein vier-oderacht-eckichr Prisma, und auf diesen ein Pyramide 1 ). so wird dadurch ein Tdurm, und wennABC L>. zusammen genommen wird, eine Kirche vorgestellet. Wovon aber weiter zuhandeln nicht vor nöthig halte.

I Sectio

§.289-

§.290.

§291

§292.

§.293

§•294

8-295

Tab.XII.

Fig. 29 .

Fig.;o.;i.

Fig. J2.

Fig.JJ.

Fig-34-

Fig.?s.

Tab.XIII.Fig-1>

Fig. 2 .