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Praxis geometriae : worinnen nicht nur alle bey dem Feld-Messen vorkommende Fälle, mit Stäben, dem Astrolabio, der Boussole und der Mensul, in Ausmessung eintzeler Linien, Flächen und ganzer Revier, welche wenn deren etliche angränzende zusammen genommen, eine Land-Karte ausmachen, auf ebenen Boden und Gebürgen, wie auch die Abnehmung derer Höhen und Wasser-Fälle, nebst beygefügten practischen Hand-Griffen, deutlich erörtert, sondern auch eine gute Ausarbeitung der kleinesten Risse bis zum grösten, mit ihren Neben-Zierathen, treulich communiciret werden / von Joh. Friedr. Penther
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ParsII. Cap.II.

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§.?84-f Tab.XV.

biß in k, und steckt in b und k Abstecke - Stäbe, drauf mißt man die Linie b c , schreibet

o /

deren Lange von m auf N. 2. auf, und steckt in I. N. 1. welches 5. Ruthen von b ist,und in m. welches s. Ruthen^on eist, zwey Abstecke-Stäbe; Ferner mißt man die Linie

cd, schreibt deren Länge von 7. wie voriger Linien Länge N.2. wohl auf, unb continuitctbic Linie c d. N. 1. s. Ruthen biß in p^, woselbst ein Abstecke-Stab gesteckt wird. Dannmißtmandie Liniede. schreibtderenLangeauf,und eontinuiretsieüberd. /.Ruthen, bißin», undüber e. /. Ruthen, biß in g. undsieckr in 0 und g. zwey Abstecke-Stäbe; nachdemmißt man die Linie e f. schreibv-deren Lange auf, und continuiret sie über e. s. Rurben bißin r, und über f. /. Ruthen biß in 8, und steckt in r und 8 zwey Abstecke - Stäbe. Weiter mißt man die Linie f g, schreibt deren Länge auf, und steckt in r, welches /. Ruthen von List,einen Abstecke-Stab, continuiret auch dieLmiet g /. Ruthen, biß in», woselbst einAb-stecke-Srab gesteckt ist. Endlich mißt man die Linie g a, schreibet deren Länge auf, conri-nuirer sie /. Ruthen biß in i, woselbst ein Abstecke-Stab eingesteckt wird, ingleichem wirdin w ein Abstecke - Stab, /. Ruthen von g, gesteckt. Zuletzt mißt man auch wie weit diecorresxondirende Abstecke-Stäbe von einander stehen und findet

o /

h i - 6/

u w - 37

Welche Maassen denn aufden Bogen PapierN.r. am Rande alle aufgeschrieben werden;wenn dieses geschehen, begiebt man sich nach Hause, nimmt zu sich einen Hand -Zirckel, ver-jüngten Maas-Srab und ein Blat Papier N.z. ziehet daraufdie Linie ab nach dem ver-

0/

jungten Maas-Stab 1;; lang (wie alle solche Maassen N. 2. zu sehen sind) eommuiretauch die Linie a b N.$. ober-und Unterwerks /. Ruthen, biß in b und k, und macht in einer

Oeffnung von s; (als welches die Lange der Linie K l ist) aus k den Bogen x x und setzt

aufdiesen Bogen aus b in 1. /.Ruthen,ziehet drauf aus b durch l. die Linieb c, nz lang,setzt aus c /. Ruthen zurück in m. macht auch in solcher Weite aus c den Bogen 7 7 und

trägt auf diesen Bogen aus m in n 44 als die Länge der Linie mn, ziehet denn aus c durchn die Linie cd7. Ruthen lang, und continuiret dieselbe s.Ruthenbiß in p, in solcher WeiteMacht man auch aus d den Bogen ?. 7 und tragt auf diesen Bogen aus p. die Länge der

o /

Linie po.51 ziehet aus o durch d die Linie d e if continuiret solche annoch s. Ruthenbiß in 0. und fährt auf solche Art weiter fort, biß man alle Seiten herum hat, so wie es dieklgnr deutlich zeiget.

Nota I.

Die äuffern Winckel richten sich nach der Grösse derer Winckel an der Lgur, derge-stalt, wo die Ligur spitzige Winckcl macht wie beygab, undc d e, da appliciret man einenangulum verticalem,sllöh ai, undo dp. Wo aber stumpsse Winckel sind als e Lg,und^8 a,daselbst bringet man einen angulum extcrnuna, als sLr, und u gw fltt. c Harte dieLgur gar einwerrs gehende Winckel als na e n, so behält man dieselben. Ware aber dereinwerrs gehende Winckel von einer grossen Oeffnung, und meist i8».0rad,und man dörffreauch nicht ein wenig in den Platz hinein messen, so muß man aus solchem Winckel zweyspitzigeWinckelmachen,wieLig. /.aus demWinckelbad zwey spitzige Winckel b a c unbcad worden sind.

II.

WanndieLateraderkigursehr lang sind, muß man die Latera der äuffern Winckelauch langer, als / .Ruthen nehmen, und dieses um mehrerer Accuratesse willen.

III.

Den erstem und letzter» Winckel, als hier b a i, und agw. braucht inan garweil sich ausser diesen die L-gur schliessen muß, wenn man sie aber mitnimmt, so schadet esauch nicht, indem sie zur Lobe dienen, ob die Operation richtig ist.

IV.

, Um nicht so viel Abstecke-Stäbe vonnöthen zu haben, so kan man auch wenn einige

Selten gemessen,zumExempel b c, c d, dicWeiten derer correLponäireuden Abstecke-Stäbe,

k 1 und m k alsbald messen, und die Abstecke - Stäbe, zu weiter» Gebrauch, ausziehen.

B ' V. Will

8 -Z 8 s.

8-Z86.

§.;87-

§ 388 .

Fi&f.