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Praxis geometriae : worinnen nicht nur alle bey dem Feld-Messen vorkommende Fälle, mit Stäben, dem Astrolabio, der Boussole und der Mensul, in Ausmessung eintzeler Linien, Flächen und ganzer Revier, welche wenn deren etliche angränzende zusammen genommen, eine Land-Karte ausmachen, auf ebenen Boden und Gebürgen, wie auch die Abnehmung derer Höhen und Wasser-Fälle, nebst beygefügten practischen Hand-Griffen, deutlich erörtert, sondern auch eine gute Ausarbeitung der kleinesten Risse bis zum grösten, mit ihren Neben-Zierathen, treulich communiciret werden / von Joh. Friedr. Penther
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58
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lab. XV.

§ 389 -

Tab.XVI.Fig. i .

§ 391 .

§-; 92 .

Eig.a.

§ 393 '

§ 394 '

58

Pars II. Cap. III.

Will man gar die Stäbe entbehren, macht man nur Zeichen oder legt Steigt hwo die Stäbe stehen sollen, besser aber ist es mit denen Stäben.

Daß nach dieser Aufgabe Teiche, Holtzungen, Bruch oder andere Plätze, w» ^ tNicht hinein messen kan, sich am füglichsten ausmessen lassen, zeigt sich von selbsten. ,

Oeneral-Anmerckung über die Messung mit Stäben. J

Die Avantage, so man bey dieser Messung hat, ist diese, daß man nicht vm« yaufwenden, und doch mehr Aufgaben, als mit blosser striangul-Messung, solviren ^ ^

gegen gehet es auch mit der Operarion langsam und mühsam zu, auch ereignen \Casus, ba man mit denen Stäben gar nicht zurechte kommen kan, sondern nach * ch

bene instrumenta zu Hülffe nehmen muß.

Caput III.

Don der Ausmessung mit dem Astrolabio.

ocheitt

T Ab.iv.Fig. i.&2. ifl ein Astrolabium vorgestellet, zu dessen Gebrauch man8 tativ,wre eaäem 'FLb. Fig. 6 . zu sehen,vonnothen hat, aufwelches dasangeschraubet,und hernach,wegen der oben am Stativ befindlichen Nuß,in ^

Wendungengebracht werden kan. DieAufgaben, somit diesem Instrument solvif* 1den, sind folgende:

Die erste Aufgabe. J

Die Distanz zweyer Oerter^ö. Fig. I. Tab. XVI. auszumeffen/ dieUlegen sind , daß man von dem einen zu dem andern nicht sehen oder in geradergehen, wohl aber aus einem benachtbarten dritten Ort C, zu beydengerade aus sehen und gehen kan.

i^^DAn nimmt zu sich das Astrolabium (es sey die gantze oder halbe Scheibe)a&ftV gehörigen8tatrv, Meß-Kett«'

Papier, gehet an den Ort C. N.über den ?un<st C. komm ^ ^. r

unbewegllchepioptren &v.j um iimyuuujvt i^ime ju "s, jayp

welches auf diese Weise erkannt wird: Weil in der einen Oioptra ein zarter Ritzgegenüber stehenden eine grosse Oeffnung,in deren Mitte aber, gerade herunter, ^Saite oder zartes Stäbchen von Messing ist, so siehet man durch den Ritz der Diop tr jL $hi bedecket die in der gegenüber stehenden Dioptra befindliche Saite odermessingenes^ jachen,den ?unK A,so ist das Astrolabium recht gestellet, oder fehlet noch etwasdrehet man das Astrolabium soweit, biß A von der Saite bedeckt werde. In WT undtuation schraubt man das Astrolabium an das 5tativ feste, damit es sich nicht verstM?/. all!richtet die bewegliche vioptren nächst, aufsolche2lrt, wie die unbewegliche, und lE^e,dem cimbo, oder runden Rande, des Astrolabst, wie vieloraä der WinckelALstM-!,^und findet, par exernple, 100. Oraäus. Hierauf zeichnet man auf dem bey sichBogen Papiers. 2. mit Bley -Stifft ohngefehr die Figur A st c und schreibet d>edene Oraäus hinein. Drauf mißt man n. i. die CrnienOA, und Cst, findet

4°z und die andere 38 lang, diese Maaßen zeichnet man N. 2. gleichfalls, jedes auf LxCinie, ein, gehet nach Hause, und tragt mit einem Transporteur auf einem Blakn. den aufgezeichneten Winckel von 100. Oraäibus, und setzt nach verjüngtem w c

Stäbe auf beyde Schenckel die aufgezeichnete Langen, als aus c biß in a 43,

biß inb 3 8. ziehet draufa b zusammen, mißt wie weit solches auseinander, findet ^ >dieses ist denn die wahre Lange der Cmie ab. N. 1.

Die zweyte Aufgabe.

Die Distanz zweyer Oerter A b. Fig. 2. auszumesselt/ zu deren

als st, man nur kommen kan.

W^An verfügt sich mit dem Astrolabio , Meß-Kette, samt dem, was zu beyden Aningleichen einem Bley-Stifft und Bogen Papier, an dem, nach Belieben, erlerndritten ?un<stL, stellet über selben das Astrolabium auf, richtet die unbewegliche L"