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Drey Fragen über die Berggerichtsbarkeit im Königreich Sachsen, nach den Landesgesetzen und der Verfassung beantwortet / von Gotthelf Benjamin Bernhardi
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welcher das Wort: gehörig, ohne Zweifel in seinemeigentlichen, den Begriffnes Eigenthums auserücken-den S-nne zu nehmen ist. M. s. Halraus Oloisu-riuirr Aenrr. n;e6. aevj s. v. Gehörtg und G e-hdrigkeit, ingleichcn Adelungs grammatisch kri-tisches Wörterb. der hochdeutschen Mundart unter demWorte: gehören. N»S eben diesem Grunde ist auchdie Vorschrift des Befehls von r6oy in Ansehung derWege und Stege nicht von einer örtlichen Gerichrsoar-keit darüber, wie man ehemals von Seiten der Berg-behörden hat behaupten wollen, (m. s. z. B. die Bey-lagen der Ta »bischen Schrift Nr. zz. und 61 k),sondern nur davon zu verstehen, daß alle Streitigkei-ten über die Frage: ob und inwiefern das Bergwerkdieses oder jenes Weges und Steges bedürfe, und derGrundberr denselben zu leiden schuldig scv? mithin le-diglich in Bezug anf Bergwerksangeleqenheiten, vor dieBerggerichte gehören. Die Worte des gedachten Be»fehls von i6oy: Händel auserhalb der Gru-ben um Bergwerk, Erz, Räume zu Kau-en, Schächten, Häusern, Wege Ulld Ste-ge :c. bezeichnen dieß deutlich. M> vergl. TaubenSSchrift im gnAbschn. §. 4 und b. Die Gerichts-barkeit über die Wege und Stege überhaupt hingegenkann den Verggerichten nicht zustehen, weil sie nichtfür Eigenthum des Bergwerks zu achten find, sondernnur der Grundherr die Dienstbarkeit, selbige zu leiden,auf sich hat. M. vergl. Hertwigs Bergb unterdem Worte: Weg. So nothwendig aber die or-dentliche Gerichtsbarkeit der Bergbehörden das Berg-werkseiqentblim voraussetzet, so nothwendig wirddazu auch erfordert, daß die dem Bergwerke eigen-thümlich zuständigen Orte wirklich zum Bergwerks-' gebr a u-