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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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40
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Erster Abschnitt.

erde (Magnesien die Kalkerde, Zirkonerde,Australerde und Stcont'ionerdc.

Jede dieser Erden unterscheidet sich durch eigen»ihümlichc Kennzeichen; allen sind aber überbeut gewisseGcncralcigcnschaftcn, als: die Trockenheit, Unvcrandcc»lichkeit im Feuer, die Unschmclzbarkcit und die Unzerstör»barkeit in allen Verbindungen, gemein *).

. §. 48. ' ' '

1) Die Kieselerde (Silices, iilice) findet sicham häufigsten im Quarz. Sie fühlt sich raub an, ritztdie Metalle, ist unschmelzbar, feuerfest, unauflößlich imWasser, und in den mcbrestcn Sauren. Blos von derSpathsäurc wird sie aufgelöst. Von den Laugcnsal«zen wird sie im deftigen Feuer aufgelößt, und bildet mitibncn das gemeine Glas. Bis setzt bat man sie wederzerlegen, noch durch Zusammensetzung' nachahmen können.Daber ist sie als die einfachste, und der Urstoff allerübrigen Erden betrachtet; diese Behauptung ist aber nochunccwtescn.

§. 49 -

2) Die Thonerde (.gi-xills, arßile) fühlt sich sanftan, bangt sich an die Zunge,'erhärtet im Feuer, machtmit Wasser einen Teig und verbindet sich mit den meistenSauren. Ist in der höchsten Temperatur unschmelzbar,trocknet mit blattrigcr Struktur, und nimmt mit Wasser.und Kieselerde vermengt eine große Harte an. Sie fin»dct sich häufig in allen Thonarten: im Mergel, dem

*) Nach den neuesten Entdeckungen verbinden sie sich mitdem Sauerstoffe.