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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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59
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Hüttenchemie. Z9

Es lößt sich blos in salpctcrsaurer Kochsalzsäureauf, und wild von der Salpetersäure in einen weißenKalk zerfressen.

14) DaS Blei (Mumbum) ist bläulich/ matt, schwer/

weich und sebr leichlflüßig. Es giebt eine Halbsaurevon topasgclbcr Farbe, die sich unter allen am leichte-sten verglasen laßt. ,

In der Essigsäure ist es auflößbar, und giebtdamit ein süßliches Salz (den Dleizucker). Ein voll-kommenes Auflösungsmittrl ist die Salpetersäure, ausderen Auflösung es durch Salz - oder Schwefelsäure gefälltwerden kann. Durch Zink kann es metallisch niedergeschla-gen werden. /

15) Das Eisen (?ern,m) ist weißgraulich, fa-serig, und das zäbcste unter allen Metallen, sehr schwer-flüß-g und sehr verbrennlich. Es ist das einzige Metall,nebst dem Kobaldmetall, welches vom Magnet gezo-gen wnd. Es zersetzt das Wasser sehr leicht, zerfällt ander Luft in ein Pulver, verbindet sich mit der Kohle, undist das einzige Mittel, welches in den organischen Na-turreichen im Uebcrflusse gefunden wird.

Mit der Schwefelsaure giebt es eine grüne, undmit der Salzsäure eine bräunliche Auflösung. Durch Pot-aschc wird es grünlich, und durch die Berlinerblaulaugeblau niedergeschlagen. Der erste Niederschlug wird ander Lust beim Abtrocknen gelb. Durch die Gattapfeltink-tur schlägt es sich schwarz nieder.

16) Das Kupfer (Cuprum) kommt von einemschönen glänzenden Roth vor; es ist sehr dehnbar, rie-

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