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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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Erster Abschnitt.

welche einen dicken Rauch verbreitet, und sich bei hin«länglicher Abkühlung als weißer Arsenik ansetzt. Die«ser ist im -Wasser auilößbar, und ertheilt demselben saureEigenschaften.

Wenn eine hinlängliche Menge Zinn schnell hinter»einander in Salpetersäure getragen wird / so entsteht einweißer Zinnkalk, welcher mit den Alkalien salzartige Ver»bindungen eingeht; zugleich verliert aber die Salpeter«saure an Sauerstoff.

§. 76.

Die quantitativen Verhältnisse des Sauerstoffs undder säurefahigen Körper lassen sich verändern: durch dasVermögen der dampfenden, gefärbten Sauren nochmehrern Sauerstoff zu absorbiren. Hierdurchwerden sie entfärbt, verlieren die Eigenschaft zu dampfen,werden klar und merklich sauer.

Behandelt man sie mit metallischen Halbsauren, soabsorbiren sie ebenfalls Sauerstoff. Hingegen conccntrirteSauren, mit saurefahigen Körpern, z. B- mit Metal«len, erhitzt, verlieren an Sauerstoff. Im ersten Fallwurden sie also übersauer, im letztem entsäuert.

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Die Beschaffenheit der Sauren laßt sich also aufeine zwiefache Art kennen lernen; ->) indem man siedurch die Verbrennung zusammensetzt, oder indem manmit dem Sauerstoffe der Luft Körper verbindet, welchefähig sind, durch diese Verbindungen Sauren zu werden;d) indem man sie zerlegt, der Entsäurung unterwirft,oder ihnen den Sauerstoff durch solche Körper entzieht,welche mit demselben eine große Verwandschaft haben.