Hüttenchemie. 67
Aus diesem Gesichtspunkte betrachtet, lassen sichalle bekannte Sauren in drei Klassen bringen, als:
1) diejenigen, welche sich sowohl zusammensetzen, als
zerlegen lassen, die man also ganz kennt;
2) diejenigen, welche man zwar zusammensetzen, aber
nicht zerlegen kann, die man also nicht hmlaiig»lich kennt;
z) diejenigen, welche man weder zusammensetzen nochzerlegen kann, deren Natur folglich ganz unbe-kannt ist.
Da sich unter dreißig bekannten Arten von Saureneigentlich nur drei befinden, deren Natur wir nicht ken-ne», so hindert dies nicht, diese ganze Klasse von Kör-pern als hinlänglich bestimmt anzuschn, und sie nach ih-ren allgemeinen Eigenschaften, mit Rücksicht auf ihre Zu-sammensetzung, zu betrachten.
Alle Sauren sind also Zusammensetzungendes Sauerstoffs mit verschiedenen andernKörpern. Dieser Grundstoff ist die Ursach ihrer all-gemeinen Eigenschaften; die saucrfahige Grundla-ge hingegen ist bei jeder Saure verschieden, und vondiesen hangen ihre specifischen Eigenschaften und beson-dere Charaktere ab. So entsteht der Name: Schwe-felsaure, wenn der Schwefel; Kohlensaure, wennder Kohlenstoff als Grundlage sich mit dem Sauerstoffeverband.
§- 78 .
Die sauerfahigen Grundlagen können nunverschiedene Mengen von Sauerstoff enthalten, ,mdin dieser Rücksicht in einem doppelten Zustande der Aci-
E »