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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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Erster Abschnitt.

k.) Phosphorsäure (^ci<le pbrephoriguc), ausPhosphor und Sauerstoff durch eine schnelle und voll-kommene Verbrennung zusammen gesetzt; flüßig, dicht,laßt sich durch Feuer verglasen, und lößt dabei die Kie-selerde auf; wird durch die Kohle zersetzt und in den Zu-stand des Phosphors zurückgebracht. Bildet mit den Er-den, Laugensalzcn und metallischen Halbsäuren phos-phorgcsaucrte Salze (N.u Zj >13^).

o.) Phosphorsaurcs (>lcicle pboephoreux), ist

vom vorhergehenden nur durch einen geringern Sauer-sioffgchalt verschieden, flüchtig und stark riechend; ent-zieht vielen Körpern den Sauerstoff, und duldet mit er-digen, alkalischen und metallischen Basen phosphvr-saure Salze O'bosglutv.-i).

lk ) A rsen i ksä 11 r e arsenigue), aus Arse-

nikmetall und Sauerstoff zusammengesetzt; (die bloße Ver-brennung verwandelt dies Metall blos in eine Halbsaure,Salpetersäure oder übcrsaure Kochsalzsäure bringen danndie nöthige Saucrstoffmcnge noch hinzu;) sie ist feuerbe-ständig, laßt sich verglasen, und sowohl durch viel Acht-und Wärmcstoff, als durch mehrere verbrennUche Kör-per zersetzen. Mit Erden, Alkalien und metallischen Halb«säuren bildet sie arscnikgesäuerte Salze Orilm,res). DieArsrnikhalbsaure verbindet sich ebenfalls mit den Grund-

aber eine solche Zerlegung durch eine drei oder vierfacheVerwandschasi möglich; wenigsten« bewirkt die Naturtäglich vor unsern Augen eine solche Zerlegung in derVegetation der Pflanzen. Man sehe Girtanner'sAnsangsgr. der antiphl. Chemie. Neue Aufl.