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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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Hüttenchemie. 77

lagen/ und kann daher als eine Art von Arseniksau»rem angesehen werden.

Wolframsäure Ociöe cnnrigue), aus Wolf»rammetall und Sauerstoff zusammengesetzt, in Gestalt ei»nes weißlichen oder gelblichen Pulvers, feuerbeständig,unschmelzbar, sehr auflößlich; laßt sich durch Wasser»stoff, Kohlenstoff u. s. f. zu Tungstcin« oder Wolfram-metall redueircn, und bildet den natürlichen, wolfram-gcsäuerten Kalk (Schwersten,, Tungstein) und daswolframgesauerte Eisen.

li.) Molybdäns« ure Gci^e molybäigue) ausMolybdänmctall und Sauerstoff zusammengesetzt; wie bei»dc vorhergehende, von einem scharfen, metallischen Ge-schmack; in Gestalt eines weißen Pulvers; wird durchdie Berührung der Körper, welche sie reduciren, blau,und gehl durch den Verlust des Sauerstoffs in den Zu»stand des Molybda'nmetalls zurück.

§. 83 -

Säuren der zweiten Klasse,mir unbekannten Grundlagen.

Dieser Sauren, welche man nach Muthmaffungenfür einfach halt, giebt es drei, als: die Koch salz sau»re*), Flußs^athsaure und Boraxsäure.

Kochsalzsäure (-lcille murisrigue) entwedergasförmig, oder flüßig, von einem stechenden Gerüche,ist durch keinen bekannten vcrbrennlichen Körper zerlcg»

*) Nach Hrn. geh. Host. Girtanner, ist der Wasser-stoff das Radikal der Salzsäure.