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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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121
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Docimasie. i2r

Verfahren hierbei dasselbe. Bei einer Möller« oder B e«schick ungsprobe wird auf eine ähnliche Art zu Wer«ke gegangen. Einer gewissen Menge der Beschickunggiebt man eine kegelförmige Gestalt (vorausgesetzt/ daßsie ganz diejenige Mischung hatte/ die sie haben sollteum durchgesetzt werden zu können); dieser Kegel wird/wenn er zuvor recht durcheinander geschauffelt ist/ zurHälfte getheilt/ eine dieser Hälften bekömmt dieselbe Gc«stall/ wird wieder durcheinander geschauffelt/ noch einmalgetheilt/ und so fortgefahren/ bis die Menge klein ge«nug ist; sie wird dann zu Pulver gestoßen und der Un«tersuchung unterworfen. Ebendasselbe gilt auch beim Pro«biren auf dem trockenen Wege.

2) Das Probiren selbst.

Erste Methode.

ES wird eine bestimmte Menge des gepulvertenErzes abgewogen/ und mit seinem sechsfachen Gewich«te von salpetcrsaurcr Kochsalzsäure so oft digerirt / alsdiese Säure noch eine gelbe Tinktur cxtrabirt. Die Säu-re nimmt nicht nur das Eisen/ sondern jede metalli-sche Substanz / welche das Mineral enthielt, in sich, undlaßt die Bergart nebst dem Schwcfclgehalte (wenn dieservorhanden war) zurück.

Die Präcipitation der Auflösung geschiehet dannam Besten durch kohlensaure Soda. Der Niederschlugwird ausgewaschen und getrocknet, dann vollkommendurchgeglühet, und hierauf mit schwacher Salpetersäurein Digestion gesetzt. Diese wird, wenn Magnesium undZink in der Miner enthalten war, letztere in sich nrh«