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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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258
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Vierter Abschnitt. ^

§. 218.

Der Rauhschacht, welcher seinen Namen von de»rauhen unbehauenen Mauersteinen, welche meistens dazubenutzt werden, führt, dient zum Schutz des Kernschach'tes. Hohe Lesen, welche einen dauerhaften Rauhschachthaben, können lange Zeit Dienste thun, wenn gleich dasauscre Gemäuer schadhaft ist.

Der Grund des Rauhschachts kömmt natürlichesWeise auf den gemeinschaftlichen Ofengrund, und schließtdiesen bis zu der erforderlichen Höhe an das Rauhge'Mauer an. Dem Gemäuer des Rauhschachts' wird ge'wöhnlich eine Starke voN a L Fuß gegeben.

Weiter hinauf aber bleibt zwischen dem Rauhgemauer und dem Rauhschacht ein Raum von i Fuß,welchem die Zugröhren dergestalt gelegt werden, daß !jeder Ecke eine Röhre zwischen dem RauhgemüucrRauhschacht bis zum Ende desselben hinausgeführt wirbMit diesen Eckröhren stehen, wie vorhin gesagt, wied^andere, spiralförmig in die Höhe gehende, in Verbi"'düng, welche bei jedem Umgänge sich im Rauhschacht vek'lieren. Man setzt diese Röhren gewöhnlich von Backst''" !nen, ohne Küttirung, zusammen. Der übrige Raum w>^mit Sand, Pferdemist und Schlacken verstampft, !bildet die sogenannte Füllung. Diese Füllung cnlspri^ihrem Endzweck, die Warme beisammen zu halten,aus Gründen, die weiter oben schon angeführt sind.

Die Röhren dienen, ausser der Ableitung der st^entwickelnden Feuchtigkeiten, auch, damit die zu gr^Hitze nicht zu sehr in das Nauhgcmauer übergehe,diesem Risse mittheile.