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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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262
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262 Vierter Abschnitt.

Schichten richtig nach dea Verjüugerung bchauen, undstets möglichst dicht an einander gefügt werden.

Der Raum zwischen dem Kern - und Nauhschacht ^wird hier, wie beim Futter, mit Lehm und kleinen Stell ^nen ausgeschlagen. Beide Schächte werden nicht mit Kalk/sondern mit Lehm oder Thon kittirt.

Nach der erstm verjungerten Schicht wird die zweiteso angelegt, daß ein langlichtes Sechzehnte? heraus«kommt; hiermit wird bis zur fünften oder sechsten Schi^fortgefahren, wo sich alsdann eine ovalahnliche Fig"^bildet.

Damit keine Seite des Schachtes der Zentrallinienaher oder entfernter gelegt werbe, so mißt man oft vo»dem mittlern Loche nach den Schachtfeiten hin. Man ve» ^fahrt so in mehrern Theilt < jeder Schicht, durch die ganzeHöhe des Schachtes. Ist unter dieser Vorsicht dieSchachtshöhe erreicht, so wird alsdann die Gicht nacheinem Zirkel aufgeführt, indem von dem mittlern Lochemit einer andern Schnur nach allen Seiten der ausz«'führenden Gicht hingemeffen wird; das Loth ist also hierder Mittelpunkt, und die Schnur der Halbmesser.

Hiermit wäre nun der runde Schacht, den nia" ,

den Kernschacht von einer geraden Flucht nennt, vollend k- !

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. tz. 220.

Man umfaßt den Kcrnschacht, so weit die G>^reicht, noch mit einer Mauer, welche den Namen Gi^ft'thurm hat. Der Gichtthurm ist also der dritte !

des Hohcnofens; er steht auf den, Rauhschacht, der Ful' ^lung und den Föhren, welche letztere in ihn hinein