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Fünfter Abschnitt.
Geblase zu empfehlen. Will man absichtlich das Gebläseforcircn, so rst in Erwägung zu ziehen: ob der Schachterst neu erbaut worden ist/ oder ob schon einige Cam-pagnen mit demselben gemacht worden sind; — ob derOfen lange kalt» gestanden / oder frühzeitig wieder .ange-gangen ist rc. Nach allen diesen muß man sich sowohlmir dem Abwärmen als Anblasen des Ofens richten. Lmneuer Ofen muß sehr behutsam behandelt werden. DerGang des Geblases richtet sich beständig nach der Men-ge der ausgegebenen Beschickung und der Oualitat derKohlen.
Sind in einem Hohenoscn aber schon mehrere Cam-pagnen gemacht / hat er nur kurze Zeit und im Sommerkalt gestanden, ist das ganze Gemäuer noch warm, sindnur kleine Reparaturen im Schachte nöthig gewesen, undist das Gestell bald wieder eingesetzt worden, so wird sichder Ofen auch schneller abwarmcn, und es kann alsdannanfangs etwas mehr Beschickung aufgesetzt werden-
Eiir zu langsames Geblase ist bcim Anblasen nichtdurchgchends anzurathen. Meistens laßt man anfangsdie Blaömaschine acht bis zehnmal in einer Minute wcch-^ sein. Geht das Geblase zu langsam, so kann der Windnicht an die Windseite kommen, sondern er steigt amFormstein in die Höhe, und nutzt diesen, an dessen Er-haltung doch am meisten gelegen ist, zu früh ab. Sowie der Eisensieinssatz verstärkt wird, läßt man verhält-nismäßig auch das Gebläse stärker gehen.
Ferner ist zu beobachten, daß anfangs eine leichtflüßige Beschickung aufgegeben wird. Slrcngsiüß^ge Gattungen dürfen erst dann zugesetzt werden, wenn'dre
Oft»