> Hüttenökonomie. . Z69
Ofen einige Wochen im Gange gewesen ist. Auch dieKohlen müssen jetzt gut und trocken seyn. Schlechte,Nasse Kohlen und stcengstüßigcr Eisenstein passen nicht gutiusammen. Der Gang des Geblases muß sich deshalb nachdein Eiscnstcinsatze richten, damit das Gestell möglichstöcschont, und so spat als möglich ausgeblasen werde.
§. Z22.
Aufgeben der Beschickung und der Kohlen,
' Gichten.
Das Hineinbringen einer bestimmten Menge Koh»^ len und Beschickung in dem Ofen nennt man das Auf»! lieben. Die Größe des Ofens, so wie die Starke desGeblases, bestimmen die Quantitat der aufzugebenden Ma»^tialien. Man giebt den Beschickungssatz, so wie dieKuhlen, nicht auf einmal, sondern auf mchrcrcmalc auf.
Einen solchen Satz von Kohlen und Beschickung,sicher in dem obern Theil des Hohenofcns (die Gichtoder das Schur) hineingebracht und egal gezogen wird,^n„t man eine Gicht. Der in der Gicht entweder hori»! iviilal mit einer Vertiefung auseinander gezogeneEisenstein muß mit den eisernen Platten auf dem Gicht»*h"n„e in gleicher Höbe liegen. Der Aufgeber darf sei«^ Gichten'daher weder zu spat noch zu früh aufgeben,^ h- er darf die Gicht nicht über die festgesetzte Maaße,Ostens 4 bis 5 Fuß, hineingehen lassen, und auch nicht^ früh, ehe die Gicht die bestimmte Tiefe erreicht hat,
> ^"fgebcn.
> Je höher der Ofen, je starker das Geblase und je
Achter die Kohlen, desto mehr Gichten erfolgen in einerdünnten Zeit. Bei gewöhnlichen Oefcn mit BglM'Eisenhüttenkunde, A a