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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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377
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Hüttenökonomie. 377

und den untern Theil des Gestells in der erforderliche»Hitze z» erhalten.

Die Arbeit des Hohcnöfncrs im Gestell richtet sichi»m Theil darnach: ob mit einer bellen Form geblasen,oder ob eine sogenannte Nase geführt wird. Im letzter»Fall muß er diese beim Rengcln zu schonen suchen, undvor der Form nur alsdann arbeiten, wenn die sich da»selbst angesetzte Masse über 5 bis 6 Zoll, also zu langwird; jetzt, wo sie dem Winde eine falsche Richtung ge-ben würde, stößt man sie mit dem Formmcißcl weg, unddrückt sie nieder. Sollte dies nicht mehr angehen, so"Utß es mit dem Rengcl gezwungen werden.

Um das Gestell stets rein zu erhalten, muß so wohlvor der Form - als Windseite gerengelt, übcrS Kreuz undauch oft gerade durch nach der Hinterwand gestoßen wer-den, wodurch man erfahrt, in welchen Theilen des Ge-stells es am steifsten ist, um dies in der Folge wegbrin-gen zu könne».

§. 328.

Formen und Frischen.

Setzt sich vor die Form häufig und oft eine Schla-ckeiimasse, die da verhärtet, anwachst und bald die Formganz verdunkelt, so nennt man dies: Formen und sagt:^ formt stark, es formt häufig rc.

Setzt sich aber um den Formrüsel herum eine zäheEisenmassc, die schnell anwachst und die Form ganz zu^stopfe,, drohet, so nennt man dies: Frischen, undsagt, es fricht gern, es frischt häufig rc. Die Benen-^a»g jst sehr passend, weil das sich hier bildende Eisen,wirklich ei» halb geschmeidiges, gefrischtes, zähes Eisen