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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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378
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378 Fünfter Abschnitt.

ist» welches auf eben die Art wie im Frischhrerde rnt*steht.

Ein angesetztes Frischeisen kann dem Ofen weit nach*«heiliger, als das Formen werden, ja zuweilen die Been*digung der Campagne, das Ausblasen bewirken. I

Folgendes ,ind die Mittel deren man sich bedient, !um beide Unbequemlichkeiten zu heben: , !

3) Das Formen; um dies zu verhindern» oderwe*nigstens zu mindern, dient 1) ein rasches starkes Gcbla*se indem es durch die jetzt größere Hitze und den stac*kern Windstrom erweicht und weggebracht und die Bistdüng einer zweiten Nase verhindert wird. Da wo mit^ einer Deute geblasen wird, pflegt es in der Rengel, auseinleuchtenden Gründen, weniger zu formen als bei deralten gewöhnlichen Balgvorrichtung; 2) das Rengeln oderSchaffen, so bald das Ansetzen bemerkt wird, und das ^Aufräumen der Form; z) eine flüssige Beschickung. 1

b) Das Frischen; dies geschieht am häufigsten ^bei einer reichen und schwefelhaltigen Beschickung. Der*Hinderungsmittel sind: starke Rüstung der Erze, gahresAufgeben der Beschickung, und ein nicht zu starkes Ge*blase. Ein angesetztes Frischeisen kann weggebracht wer*den, indem man 1) sogleich mehr Kohlen aufgiebt, 2) auf >der Formscitc in der Gicht etwas kupferschüßige Erze iaufsetzt, wodurch wenn diese Gicht einkommt, die angesetztMasse erweicht wird und wegschmelzt; z) indem man >n jdie Form selbst, Schwefel steckt, oder indem man 4) dirForm mit nassem Lehn« ausschmiert und das Geblase lang*sam gehen laßt; 5) am meisten und sichersten durch 2lc* jb-- und Wegmeiseln.