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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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409
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iste Abtheilung. Vom Eisen überhaupt. 409

Bruche lassen sich zuweilen mehrere Veränderungen der

Farbe und des Korns bemerken. Es ist faserigt und kör«

nigk zugleich.

§- ZZ7-

Kennzeichen des besten geschmeidigen Eisens.

s) Muß es in her Kälte das meiste Hammern und Bie.gen vertragen;

t>) muß es sich in der Hitze am meisten ausdehnen/ undsich beim Abkühlen nicht werfen;

v

-c) vollkommen gleichförmig auskaufen.

'ü), in starker Glüheh'itze den meisten Abbrand leiden undeine weiche Schlacke geben,

e) In der Schweißhitze ganz weiße/ helle, leichte undrauschende Funken geben, eine starke Hitze vor demFunkensprühe ertragen und wahrend desselben einenMilchfchein von sich geben;

k) unschmelzbar seyn;

K) nach dem Glühen und Ablöschen im Wasser 'nur we«nig härter werden, und seine vorige Geschmeidig-keit behalten.

l>) nach dem Feilen und Poltren eine gleiche lichtgraueFarbe zeigen;

r) die größte specifische Schwere haben,

K) vom Magnet am stärksten angezogen werden;an freier Luft langsam und gleichförmig rosten;

n>) beim Stahlbrennen keine oder sehr wenig Blasen ge-ben; und

n) durch Aetzen in Säuren, eine silberweiße Farbe be»kommen.