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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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4i4 Vierter Abschnitt. Hüttenökonomie.

§. 364.

RothbrüchigesEisen, (?errum esIikluiT, krzfiiile)ist vom vorhergehenden vorzüglich dadurch unterschieden, daßes so wohl beim Weißglühen als kalt, ohne zu reiste»oder zu brechen, sich scheiden und strecken läßt. Seineübrigen Kennzeichen sind folgende:

i) Besitzt es eine blaugraue Färb.

r) Ist es kalt, für Hammer, Meiste! und Feile weichund biegsam.

z) Zeigt es im Bruche zuweilen Strange, lichteFarbe und Undichtigkeit und nutzt daher zum Po-liren nicht.

4) Besitzt es weniger Elasticität, als geschmeidig Eisen,taugt daher zum Dratziehen nicht.

5) Wirft es in der Schweißhitze, rothe, grobeFun-ken, läßt sich zwar jetzt strecken und schmieden, be-kommt aber rothwarm, Querborsten. Das Schweif-sen selbst geht schwer von statten, und es erfolgtdabei viel Abbrand.

6) Rostet es unter allen Eiscnarten am leichtesten; istdaher sauerbar und läßt sich auch leicht in Säurenauf.

7) Giebt es glühend im Wasser gelöscht einen Schwe- ,feldunst von sich, auch beim Glühen ist dieser et-was bemerkbar.

8) Wird es sehr leicht magnetisch.

> §. 365. ,

Die Ursache der Rothbrüchigkeik wird dem Schwer >f«l zugeschrieben, weil