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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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413
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isie Abtheilung. Vom Eisen überhaupt. 4iZ

brüchiger. Wenn es nach dem Glühen langsam er.kalket, so zeigt es ein kleineres Korn, welches sichaber vom körnigen guten Eisen, vom Stahle,,undverbrannten Eisen, dessen Korn schiefrig undbläulich ist, leicht unterscheidet.

8) Durch Glühen, und Löschen im Wasser, wird seinKorn grober, es nimmt aber keine Harte an.

4 ) An der Luft rostet es spater; es ist daher in gerin»germ Grade verbrcnnlich als das übrige Eisen.

§) Besitzt es eine größere eigenthümliche Schwerea)s geschmeidiges Eisen.

«) In offenem Feuer, zwischen Kohlen, schmelzt esleichter als alles Eisen. Zum Stahl ist es ganzuntauglich. Durch Gerben, Schweifen und Ce»mentiren wird es keinesweges geschmeidiger.

7) Die^magnetische Kraft nimmt es schwerer und imgeringeren Grade als geschmeidig Eisen an.

6) Salzsäure läßt auf polirtem kaltbrüchigen Eisen ek»^ ncn schwarzen Fleck zurück.

§- 36z.

Es ist ausgemacht, daß die Ur fach/ der Kalt»Ürüchigkeit, in einer gewissen Menge, mit dem Eisenverbundenen Phosphors liegt; daher sich auch geschmei-Eisen, und rothbrüchig Eisen, durch Umschmelzen mitphosphorsaurem Eisen, in kaltbrüchiges verwandeln läßt.

Da daS kaltbrüchige Eisen vorzüglich aus den Sumpf,dder Morasterzen erhalten wird, so läßt sich das Daseinbeö Phosphors in demselben leicht erklären.