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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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420
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420 Fünfter Abschnitt. Hültenökonomie.

2) Stahl:

2) wilder Stahl;d) ordinairer;c) fauler.

z) Geschmeidiges Eisen, hievon, so wie von' den übrigen Gattungen, giebt es noch unend»

liche Varietäten.

Gutes,geschmeidigeSEisen solle eigentlich garkeinen Kohlenstoff enthalten, dies ist aber äusserst seltenanzutreffen, gewöhnlich enthalt es eine sehr geringeMenge davon.

§- Z70.

Vollkommen geschmeidig Eisen ist als ein ein*fach er Körper zu betrachten.

Wird das geschmeidige Eisen nur mit einer gewissenOuantitat Koblcnstoff verbunden, so entsteht der Stahl.Wird die Menge des Kohlenstoffs im Roheisen vermin*Lert, so zeigt sich derselbe Erfolg.

Stahl ist also ein mit einer gewissen Kohlenstoff*menge verbundenes geschmeidiges Eisen. Die Na*tur des Stahls bangt blos von der größer» oder gerin*gern Menge des Kohlenstoffs ab; sie ist aber beständigkleiner als beim Roheisen. >

Wird die Kohlenstoffmenge im'geschmeidigen Eiffnzu groß, so entsteht endlich das Roheisen, welches sei*ne verschiedenen Abstuffungcn der Gegenwart dieses Stoffsin größerer oder geringerer Menge verdankt.