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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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431
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i sie Abtheilung. Vom Roheisen. 4Z1

Es ist aber cin langst bestätigter Satz: daß alle»ragnesinmb a ltrgen Eisensteine, z. B. der spatigeEisenstein, Brannspat, der Stablstcin u. s. f. einWeißes Roheisen geben, nnd daß ein solches Rohei-sen, zum Schmelz stahl sehe brauchbar sei.

Befindet sich der Magncsiumkalk in der Beschickung»nr in geringer Menge, so entsteht cin buntes oderhalbirkes Roheisen und es pflegt gewöhnlich eine mehr»der weingcr blaue Schlacke zu fasten. So wie derDsagncsiumgchalt zunimmt, wird das Roheisen immerbester und spieglichter im Bruche, und die blaueFarbe der Schlacke verliert sich.

Jedweder andere, nicht magnestumhaltigc Eiscnmi»»crn, find überhaupt geneigt, cin graues Roheisen!» geben, vorzüglich sind hierher die Tbonartigcn und die^laskopsc z» rechnen. Solche grauen und weichen Roh»fismanen geben auch beim Lcrfrischen eher cin weiches^labciscn.

§ Z78.

Unter gewissen Einschränkungen laßt sich also ausbc», Bruche des Roheisens bestimmen: ob es mit viel»der wenig Kohlen erzeugt wurde, ob es siahlartig sei?»- s- f. Nur mit vieler Ungewißheit laßt sich dagegen beur-teilen, ob es roch» oder kaltbrüchig Eisen geben werde,^a auch die schwefelhaltigen oder rotbbrüchigen Eisen»^inc, ein weißes Roheisen zu geben pflegen, und dieß^wohnlich eine sich ins gelblich ziehende Farbe auf dem^»uchc zeigt, so ist diese in» Allgemeinen für cin Kenn»Archen jener Eigenschaft zu halten.