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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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438
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438 Fünfter Abschnitt. .Hüttenökonomie.

Durch ciiicn Zusatz vom Schwefel laßt sich das Hart»werden des Roheisens zwar auch zum Theil verhindern,allein es wird hierdurch rothbrüchig.

Um blos den Leichkstuß desselben zu befördern, dazudienen Glasflüße und dcrgl.

Wird es in warme Formen von Lehm und Sandgegossen, nachdem es ohne Zusatz geschmolzen ward, sovcrliehrt es nur wenig von seiner Weichheit.

§. Z8Z.

Verhalten des Roheisens gegen den Magnet.

Manches Roheisen wird stark vom Magnet angezo»gen, und durch Streichen oft selbst magnetisch. Unter dasRoheisen, welches nicht vom Magnet gezogen wird, gc'hört das magncsiumhaltige Roheisen, wie bereits angc*merkt ist.

Dasjenige Roheisen wird am stärksten angezogen,welches das größte eigenthümliche Gewicht hat, mithinden wenigsten Kohlenstoff enthalt, und weiß ist. Ein sosichcs Roheisen wird sich daher auch gut »erfrischen lassen-

Alles im geringen Grade rothbrüchige Eise» wirdstark vom Magnet gezogen, es laßt sich daher hieraus a»ldie Leichtflüßigkeit desselben schließen.

§. 384 -

Anlaufen des Roheisens.

In der gehörigen Hitze lauft es eben so gut alsStahl und geschmeidig Eisen an; die dazu nöthige Hitzemuß aber etwas starker als bei den übrigen Eisenactcnseyn; wahrscheinlich macht dicS der Kohlenstoff »ollstwendig.