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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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Zweites Kapitel.

Vorn geschmeidigen oder gefrischten Eiseninsbesondere.

§-'Z8tz.

. Nsitur des geschmeidigen Eisens.

^I^enn wir vom Eisen, als eigentlich vollkommenes,rcgulinisches Metall, als einfacher Köper reden, so ver«stehen wir das geschmeidige oder gefrischte, nein»lich das von jeder fremden Beimischung gereinigteEisen darunter.

Die übrigen Eisengattungen, als das Roheisen undder Stahl, sind also keine einfache, sondern mit einerfremden Substanz gemischter Körper.,

§- 389 -

Definition der Geschmeidigkeit.

Geschmeidig nennt man einen Körper, wenn er sichin verschiedenen Temperaturen und durch verschiedeneWerkzeuge, nach allen Richtungen, ohne zu springen oderzu brechen, ausdehnen laßt. Diese Eigenschaft besitzt dasEisen im ziemlich hohen Grade; es gehört also mit Rechtzu den geschmeidigen Metallen.

OieUrsach, warum es sich nicht so sehr als Gold,Silber, Kupfer und einige Kompositionen (z. B- dasBlattgold, aus Kupfer und Zinn,) ausdehnen laßt,