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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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458
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458 Fünfter Abschnitt- Hüttcnökononne.

§- Z98-

Die Kochfri s ch h ü t t e.

Es wird darin meistens ein lichtgraues oder buntesRoheisen »erfrischt. Der Hcerd ist ziemlich groß, und 12bis iI^ Zoll tief. Die Form hat so viel Siechen, daßder Wind die Gichtplatte 2 Zoll ober den Boden trift.Wahrend daß die Roheisengänze von der Gichtscltc nie»dergeschmolzen werden, schmiedet man die Stücke vorigerLuppe im Heet.de zu Stabeisen aus. Der Frischprozcßist dieser: Währenddem Einschmelzen des Roheisens setztman kleingeschlagene Fcischschlacke zu. Ist dicS gcschc»hen, so wird einigemal aufgebrochen und wieder nie«dergeschmolzen; alsdann arbeitet der Frischer mit deinSpelt und der Hcccdschaufel in der geflossenen Masse,bis eine Art Gabrung oder Kochung entsteht, welchedie Kohlen hebt, und bisweilen übertreten will. Unterdiesem Kochen, welches -s bis 4 Stunde dauert, vertheiltsich das Eisen Stücken» und Körncrweise in die Schla«cke. Jetzt endet der Schmid das Rühren; er bemühet sichaber, alle abgesonderten kleinen Frischen loßzumachen, undzusammen zu bringen, damit sich alles zu einer Luppevereinige. Diese unförmige Masse heißt Frischeisen,und besteht aus gahccn Eiscnklumpen mit viel eingelassen»er Schlacke.

Man hangt nun das Geblase ab, zieht die Kohlenvorn Eisen und befördert das Abkühlen desselben durchaufgesprengtes Wasser, wendet die Luppe herum, thutfrische Kohlen in Hcerd, bringt das Frischeisen wiederdarüber, überschüttet es mit Kohlen, und laßt dasblase wieder langsam an. Die jetzige Operation nennt