iste Abtheilung. Vom gefrischten Eisen. 461
Der Heerd ist von mittlerer Größe, ziemlich flach,meistens nur 7 Zoll tief; er ist nicht wie vorhergehender,sondern aus eisernen Platten gebildet, — die vordere Ar»bcitsscite macht bloße Stübbc aus. Das Gebläse bestehtaus ledernen Bälgen, von mittlerer Größe. Die Formsticht sehr stark.
Während dem Einschmelzen des Roheisens, welchesMan schrcg gegen die Form zu legt, wird daS vorhin ge»frischte Elfen im Feuer gewärmt und sodann ausgeschulte»det. Das Roheisen ist ohncrachtct seines Grcllseyns, sehrlcichtschmelzig. Die schmelzendc Ganz geht, wenn derHeerd mit Kohlen gefüllt und daS Gebläse angelassenist, nun lropfcnwciß vor der Form linder und bildetauf dem Heerdbodcn kleine Klumpen, welche der Fei»scher mit cinlM Handspctt in den Kohlen aufhebt und miteiner großem Eisenstangc, woran eni hölzerner Griff, da»runter fährt; a» diese fängt sich bald an geschmolzenesEisen anzuhängen, welches der Frischer durch Umdrehender Stange befördert, auch kleine Stücke daran drücktand den sich bildenden Klumpen vor den Wind bringt,hat sich etwa knie Masse von 20 Pfund schwer augcha»»Leu, so wird die Stange heraus gezogen, und unter ei»»em Wasscrhammcr behutsam ausgereckt; der jetzt ge»schmiedete Stab wird dann oben abgehauen und nun dieblangc aufs neue ins Feuer gehalten, damit sich emiwciter Klumpen anhänge, u. s. f.
Auf diese Weise wird gutes? jähes, weiches unddichtes Eisen erhalten.