468 Fünfter Abschnitt. Hüttcnökonomie.
ziemlich unvollkommen, daher man ii/eincr Frischbütte,nebst dem Schmclzheerdc, noch zwei bis drei Rcckhcerdeantrift, wo man, wenn bei jenem das Eisen zu groben Aol»den geschlagen wird, es vollends zu Stäben oder dcrgl-ausschmicdct. Bei den Reckhccrden bedient man sich, we-gen Mangel an Holzkohlen meistens der Steinkohlen. Dadas englische Stabeisen meistens rothbrüchig ist, so mußbeim Recken genau auf die Glühcfarbe geachtet werden,indem sich das Eisen weder zu dunkel, noch bet völligerWeißglühehitze gehörig bearbeiten laßt.
H. 409.
Englische Verftischung in Tiegeln.
Die llnmöglichkclt, das Roheisen bei Steinkohlenzu frischen,' und der Mangel an Holzkohlen, nöthigte dieEngländer, eine andere Frischmethode zu bewerkstelligen-Diese geschieht nemlich in großen, starken, feuerfesten Tie*geln, indem gekörntes oder granulirtcS Roheisen, welcheseine Zeitlang mit einer alkalischen Lauge übergössen war,mit einer Mischung von gcpocktcr Schmiedcschlackc undKalk vermengt, der Tiegel damit vollgefüllt, und dann n>lleinem ebenfalls feuerfesten Deckel verklebt wird. Auf dicftArt werden etwa 26 solcher Tiegel mit ohngefähc 9g PfundBeschickung gefüllt, und nun in einen Windofcn, wel*ehe» man mit Steinkohlen, die eine Flamme geben, hcitzbgesetzt. Ist d?r Ofen gut im Stande, so wird das soschickte Eisen binnen höchstens vier Stunden gcschniel*zen und gefrischt. Nach dem Zerbrechen des Tiegelsfindet sich der Cisenklumpen mit einer zart gesteift*nen Schlacke überzogen, einer gewöhnlichen Luppe seiftähnlich, und weegt ohngefahr achtzig Pfund. Er w>^