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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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476
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476 Fünfter Abschnitt. Hüttciwkorwrnie. I

selbst ist weit flacher als jene man schmelzt wen,'gcr ein u. s. w.

Man zahlt folgende Gattungen von Schmelz«stahl: ^

1) Wolf stahl, wird dcrjeniA genannt, welchenman meistens zufällig a»S dem ersten Schmelzen der Erzeim Zeercnfeuer oder Blaufcucrarbett gewinnt, wo mandas Eisen zum Schmelzen »erfrischen oder zuMWolf laufen laßt. Der in Blscaya, unter dem Na« >mcn Klumpcnstahl oder Kuchcnstah l, welcher inLuppen ungereckt verkauft wird, gehört hiehcr. DerWrack oder Wolfsstahl bei der Breuiistahlschmiedtmuß hiermit nicht verwechselt werden.

2) Blasenstahl oder Osmundstahl, ist der uMreine Wolfstabl, welcher von dem Umschmelzen desmund- oder Blaseciscns erhalten wird.

z) Rohstahl, ist aller im ersten Schmelzen voBRoheisen erhaltener Stahl. Er wird nur zu kurzen, geo«den, vierkantigen Stücken geschmiedet. Er muß, ehe ctgenutzt werden kann, noch raffinier wcrdciz,

4) Luppcnstahl, Hammerstahl, wird solcheSchmclzstahl genannt, den man zufällig in den gewöhn«lichcn Frischhüllen durch die Würkung des Geblases er«halt. Zuweilen ist er rein, meistens aber mit Eisenstra»'gen vermengt.

Z) Miller stahl, besteht a»S den ausgesucht^harten Brocken vom Rohstahlschmclzcn, die mit bcson«der» Handgriffen ins Eisen geschmolzen werden. Erfitzt die Eigenschaft, auch ungehärtet sehr hart »nd Z"'gleich stark zu seyn. Vorzüglich dient er zu Zugciscn