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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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486 Fünfter Abschnitt. Hüttmökonomie.

§) Gebrannter Sebmclzstabl.

Ist nicht so allgemein gebräuchlich, hat aber zu ge-wissem Behuf großen Nutzen, indem hierdurch vorzüglichder Gerbstahl sehr an Härte und Feinheit gewinnt, unddoch weniger spröde als Brennstahl ist.

6) Urwal oder Wrackstahl.

Sq wird derjenige Brennstahl genannt, welcherbeim Ausrecken undicht oder schlecht gebrannt befundenlind alsdann in Stücken geschlagen wird, welche bnnd«weiß zusammen gemacht, gewellt und m Stangen gerecktwerden, die alsdann aufs neue im Etahlofcn gebranntund nun vollkommen gut sind.

7) Gegerbter Brennstahl.

Wird auf dieselbe Weise als der gegerbte Schmelz'stahl bereitet. Gewöhnlich belegt man ihn auscrlich mitdünnem Eisen; bierdurch wird er gegen ein zu leichtesVerbrennen geschützt. Während der Bearbeitung diesesStahls verliert sich dies Eisen dann gewöhnlich. Ei"harter und spröder Stahl kann durch dies Mittel zähct,Md schmiedbarer gemacht werden, obne, wenn der Stahlgut war, an Härte zu verlieren. Aber auch ohne Um'legen des Eisens kann das Gerben des Brennstahls ge'schchen, indem man ihn umwindet, zusammen wickeltund einigemal zusammen legt, welches sich mit nnge'recktcm Brennstahl leicht thun läßt,, und bon guter Wüt'kung ist.

ß) Teutscher Brennstahl.

Man bereitet ihn auf die teutsche Art, indem M""ihn mit Holzkohlen cementirt.