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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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494 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.

b) Das Glühen darf nicht zu langsam und in ju schwateher Hitze, sondern im raschen Feuer, vorzüglich vonBirkenkohlcn mit sanftem Gebläse geschehen. Dasdickere Stählende wird zuerst gewärmt und sodanndas dünnere ins Feuer gebracht; damit das Ganzegleich warm werde. Zu viel Wärme raubt die Star»ke, welche nur durch neues Hämmern wieder zu*rück gebracht werden kann.

c) Weiche Gcrbstahlarken erfordern zu einer gute»Härte, lichrrorhe oder rosenrot he Glühehitze.Härtere Stahlarrcn erfordern eine blaßrotheoder schwächere, ganz harte Brenn» und Guß'stahlartcn, eine dunkelrothc Glühehitze.

ti) Grobe Schncidzcuge, als'Meiscl, Bohrer u. dcrgl-müssen so stark gehärtet werden, daß sie sich weiß undblank schlagen, welches eine große Härte anzeigt-Feinere Schneidzcuge, müssen nur so viel Hitze ha'den, daß steh der Stahl kaum rein schlägt und eintgraue Farbe behält.

e) Aller Stahl muß beim Zugänge der athmosphäci'schcn Luft gehärtet werden; im luftleeren Raumefindet es nicht statt.

k) Die zum Abkühlen oder Löschen dienende Substanzmuß möglichst kalt seyn; daher taugt alles Härtenin warmem oder lauem Wasser nichts. Sachen) wel'che Federkraft haben sollen, dürfen aber auch nicktin eiskaltem Wasser und sehr kalter Winterluft ist'härtet werden, weil alSdann leicht Sprödigkeit ulldHärtbersten erfolgen.