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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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495
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i sie Abtheilung. Vom Stahl. 495

x) Um Härtbcrstcn und Eprödigkcit auf eine fiebereArt zu vermeiden, muß man Talg auf kaltes Wassergießen und so mit dem gehörig gewärmten Stahlehiedurch, inS Wasser fahren.

§- 43l-

Schmelzen und Schmieden des Rohsiahls in derHerrschaft Schmalkalden *).

Bei der Rohstahlbcreitung sind folgende Slflckc zubemerken: i) die Hcerdzustestung, 2) daö Schmelzen, und3 ) daS Schmieden des Stahls.

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1 .) Die Heerdzustellung.

Die Esse einesStahlhammcrS, (m. s. Tafel 4. Wx. 2.)hat die Gestalt eines langlichten Vierecks, dessen Vorder-seite bis zur Hintcrseite ab. 6 Fuß, von der Form- nachder Gichtseite aber Z 4 Fuß ist. Durch a b geht ein ge-wölbter Eingang 0 auf den Hecrd, wodurch man die vor-rälhigen Bodcnsteine zum Trocknen bequem auf die Hccrd-Plattc legen kann. Ueber der Esse ist ein Rauchfang.

Die Tiefe des Stahlhccrdes, von der Hecrd-Platte n m bis auf den Bodenstein v, ist r Fuß. Die Brei-te u u unten bei der Form,, ist auch 2 Fuß; oben unterbcr eisernen Gichtplatte aber nur r Fuß 9 Zoll. Die Lan-! ge g, x, beträgt 2 Fuß. Die obere Fläche des Bodcn-

*) Siehe I. C. Quanh prakr. Abhandl. über die Eisen-und Stahlmanipulation in der Herrschaft Schmalkalden.Nürnb. 1799. Seite 15z180.