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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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498
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498 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie. ^

tvegung dieser hölzernen Balge geschieht anf die gewöhn« !lichc Weise, nur daß die Welle mit drei Daumen oder IKämmen versehen ist, um den geschwinden Wechsel der >Bälge, der beim Schmelzen des Stahls nothwendig ist,hervorzubringen.

Der Hammer wiegt i ^ bis 2 Ccntner, und wirdauf d,e bekannte Art in Bewegung gesetzt. Die Amboß«Labn ist > bis 1 4 Zoll breit. Bor dem Hammer stehtem auSgehötter hölzerner Klotz mit Wasser (daß Gieß«faß), zum Abhärte» des Satzeisrns und zum Abkühlendes Stahls beim AuSschmreden. i

§- 43Z.

2.) Schmelzen des Stahls.

Der Stahlschmidt bat die Absicht, einen Theil vondem Kohlenstoße des Rohstahleiscns zu zerstören, undeine Masse darzustellen, die sich unterm Hammer dehnenund zum weiter« Gebrauch demnächst in dünne Stadtausrechen laßt. Diese Absicht sucht er durch die ange«führten Vorrichtungen und durch die Manipulation zuerreichen, die nunmehr erwähnt werden soll. , !

Der Stahlschmidt beginnt seine Arbeit damit, daß ereinige von den gröbsten Kohlen aussucht, sie in den Hcerdlegt, durch glühende Kohlen anzündet, und durch das ^Gebläse weiter in Gluth setzt. Nach diesem werden einPaar Schaufeln voll vorher gröblich zerkleime Kohlen >auf dem Hcecde gleichförmig ausgebreitet, und hierauftrne Schaufel voll Hammerschlag aufgegeben. Auf dieleLage kommen anfänglich 25 bis zo Pfund Rohstahleistn, >welches in kleine Stücken zerschlagen ist, muten in den