54r Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.
Mieters ein dickerDampf zeigt. Durch das Zündlochlaßt sich ebenfalls wahrnehmen, ob die zwischen dcnQnan»delpfählen befindlichen Spane gehörig angebrannt sind,oder nicht. Wird dieses bemerkt, so zieht man die Zünd»stanze heraus, und bewiest zuvörderst die Oeffuung desZündlochs, damit die Luft das Feuer nicht gleich An-fangs nach einer Seite ziehet.
Der erste durchbrechende Dampf ist weißgrau undwässerig; nach einiger Zeit verändert sich diese Farbeund wird gelblich und fangt an, erstlich die Haube,nachher die Brust zu erwärmen und zu färben. OicscSwird die Böbnng genannt. Ist stilles Wetter, so steigtder Dampf nicht flatternd sondern ruhig und senkrecht in' die Höhe. Dies gilt als ein Zeichen, daß der Mietergut angesteckt und das Holz gehörig im Brande ist. Jetztist es nun Zeit, den Mieter ferner mit Erde zu bcwcrfen,jedoch nicht gleich überall, sondern fleckwciß und nurschwach, damit hin und wieder kleine Oeffnungcn bleibenund das Feuer nicht gedampft wird. Bewirft man ihnAnfangs gleich zu stark, so kann der entstehende eingeschlos-sene Dampf, der öfters entzündbar ist, keinen Auswegfinden und wirft zu Zeiten die Decke ab, oder sprengtsie wenigstens; oft schmeißt er auch den ganzen Miclccübern Haufen. Der Köhler sagt bei ähnlichen Fallen:Der Mieter schüttet sich. Das Bcwerfcn selbst mußan einem ruhigen stillen Tage geschehen. Liegt der Mie-ter am Berge, so fangt man damit an der Thalscite an.
Dies Anstecken und Bewcrfen ist von großer Wich*tigkeit. Da, wo die Luft am stärksten zieht, muß derMieter auch zuerst »Hd am stärksten beworfen und auch