Zte Abtheilung/ Von den Kohlen. 543
dahin das dickste Holz gesetzt werden. Der Köhler machtdann die noch offenen Platze völlig zu und klopft denMieler dicht, bis der durchbrechende Rauch hellgrau undwasscrigt erscheint. Bei sehr trockenem Wetter muß dieDecke, oder die Erde angefeuchtet werden. Damit manaber daS Feuer nicht völlig dampft, so macht man nach5 bis 6 Stunden oben an der Haube kleine Luftlöcher. Brichtaus diesen Löchern (Räumen) ein dunkelrothecDampf hervor, so zeigt dies an, daß die Raume zufrüh gestochen wurden, und müssen jedoch nur behutsamund locker wieder zugemacht werden. Hat dieser Dampfeine weißgraue Farbe, so ist die rechte Zeit getroffen.
Das Anstecken selbst pflegt sehr früh des Morgensnach Sonnenaufgang zu geschehen, weil da die Luft stillund ruhig ist.
§- 467.
Feu e rreg ierung.
Es kommt sehr darauf an, daß der Mieler nie zu' viel und nie zu wenig Luft bat; hat er zu viel, so wirdNatürlich das Holz in eine Flamme ausbrechcn und alsowenig und schlechte Kohlen erfolgen. Hat er zu wenig, sowird das Feuer erstickt und so gleichfalls der Endzweck ver»fehlt werden. So bald das Feuer darin überhand nimmt,bemerkt man dieses an der Farbe deS aufsteigenden Dam»pfes; ist diese gelb oder röthlich, so wird nicht nur. viel Holz verzehrt, sondern die Kohlen bekommen auch einebraune Farbe, sind seicht und mürbe, (zundcig) — ist! bas Holz stark) so zerfallen sie gern in Schiefern. Der^ Dampf muß hellgrau seyn. So bald er anfangt dün»*"r ru werden, und seine graue Farbe in eine lichtblau»