Buch 
Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
Entstehung
Seite
551
JPEG-Download
 

zte Abtheilung. Von den Kohlen. 551

.Abkühlung wegen bösen Wetters zu verschieben, soiftdie-dcn Kohlen sehr nachthcilig, sie verzehren sich, werdenleicht und verlieren viel Brennbares. So zuträglich alsonasses Wetter bei der Fcuerrcgierung ist, so nachthciligwird es beim Abkühlen. Feuchtes Wetter halt den Mir»ler dicht, und die Luft hat nur da Zugang, wo der Köh«lcr aufräumt, mithin kann er das Feuer leiten, wie erwill, wenn der Regen nicht zu stark ist; allein bei derAbkühlung ist dies schädlich.

§. 473 -

Nachtrag zum Anstecken.

Man hielt es sonst für besser, den Mieter obenstatt unten anzustecken. In diesem Fall werden zwar keineSpäne und Brände unten hingelegt, eS kann daher auchkeine Höhlung unten, sondern nur oben entstehen, undes werden durch das Nachstoffen des Holzes und Eintrei»

^ den desselben bei weitem weniger Kohlen zcrstossen undvom Feuer verzehrt werden, weil das Füllen in wenigerZeit geschehen kann.

' Da aber die Haube dcS Mieters beim Ansteckenlange offen bleiben muß, und hier das Feuer zu sehr umsich greift, und schwer herunter zu bringen ist; so bleibtdiese Methode weniger Vortheilhaft als die vorhin ge»leigte.

§- 474 .

> Gewinnung der Kohlen.

I Sind vier und zwanzig Stunden verflossen, so istMeistens das Feuer hinlänglich gedämpft. Bei warmemWetter geschieht dieS früher als bei kaltem. Der Köhlerfegt dann die Stübbe 3 bis 4 Fuß breit, so hoch als die

' Mm 4